© Arber Bergbahnen
Etwas mehr als zwei Wochen vor Beginn des Audi FIS Ski World Cup der Damen in Zwiesel am Großen Arber (4./.5. Februar) hat das OK-Team über den letzten Stand der Vorbereitungen informiert. "Wir setzen uns an beiden Renntagen eine Messlatte von 10.000 Zuschauern am Berg", sagte Organisations-Chef Harald Haase im Rahmen einer Pressekonferenz.

Eine der anspruchsvollsten Strecken im Ski-Zirkus
Trotz der warmen Temperaturen in den letzten Tagen und Wochen steht dem Ski-Highlight mit einem Riesenslalom und Slalom der Damen nichts mehr im Weg. "Wir haben mindestens eine Schneeauflage von 60 Zentimetern, im unteren Bereich sogar das Doppelte. Das ist absolut ausreichend", erklärte Rennleiter Stephan Heider. Zu Gute kommt ihm und seinen Helfern bei der Präparierung die angekündigte Kältewelle. So könnten noch kleinere Löcher ausgebessert und der letzte Schliff vorgenommen werden. Auf Grund des Streckenumbaus im Sommer seien diesmal keine künstlich eingebauten Wellen vonnöten. Heider: "Die Strecke zählt auch so zu den anspruchsvollsten im gesamten Ski-Zirkus."

Die besten werden sich durchsetzen
Das bestätigte auch Klaus Gattermann, ehemaliger Zwieseler Ski-Profi und jetziger Race Manager bei Völkl. "Für die Arber-Rennen müssen wir unsere Athletinnen nicht zusätzlich motivieren. Sie wissen, wie schwierig manche Passagen hier zu fahren sind. Ich denke, dass sich auch die besten durchsetzen werden", sagte Gattermann. Das sind in seinem Team die deutschen Nachwuchshoffnungen wie Fanny Chmelar, Nina Perner oder Monika Huebner. Ganz sicher zum erweiterten Favoritinnen-Kreis zählen die Völkl-Zugpferde Nicole Hosp (Österreich) und US-Star Julia Mancuso. Der Straubinger Ski-Produzent nutzt die Heimrennen auch, um seine Mitarbeiter zu belohnen. Gattermann: "Wir kommen mit Bussen und wollen unseren Leuten dieses Spektakel miterleben lassen."


Ein besonders zuschauerfreundlicher Weltcup-Ort
Das kommt an in der Region. OK-Chef Haase berichtete von einem "reißenden Absatz", was die Tickets auf der etwa 1.700 Plätze fassenden Tribüne angeht. Gelände-Tickets seien dagegen für beide Tage, sowohl Freitag als auch Samstag, endlos zu haben. Für das erste Rennen haben sich bereits 3.000 Schüler aus Niederbayern, der Oberpfalz und Tschechien angekündigt. Besonders zuschauerfreundlich: "Wir sind einer der wenigen Weltcup-Orte, wo die Fans mit dem eigenen Auto fast bis zur Rennpiste fahren können. Die Zufahrt über Bayerisch Eisenstein bleibt diesmal frei befahrbar", sagte Haase.

Enormer Arbeitsaufwand
In den verbleibenden zwei Wochen steigt der Arbeitsaufwand für die 400 ausschließlich ehrenamtlichen Helfer zum Teil enorm an. Beschilderungen anbringen, Weltcup-Dorf und Pressezentren aufbauen - von der Verwaltung und Logistik ganz zu schweigen. Schließlich soll alles perfekt sein, wenn Zwiesel und der Große Arber als Generalprobe für die Ski-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen im Fokus stehen. Etwa 150 Journalisten und Fotografen sind bereits akkreditiert und werden über den Event im Bayerischen Wald international berichten.

Buntes Rahmenprogramm
Als Partner machen dies unter anderem Firmen wie die Zwiesel Kristallglas AG und der Regionalsender DONAU TV möglich. Letzterer zeichnet für das Rahmenprogramm verantwortlich, das von Donnerstag bis Samstag mit zahlreichen Veranstaltungen lockt. "Bei der großen Weltcup-Party am Freitag stehen Schlagerstar Markus, Marina Koller, Toni Lauerer und die Band Limited auf der Bühne", sagte Marketing-Expertin Corina Müller. Bereits am Donnerstag tragen die sich die vier Olympiasiegerinnen Maria Riesch, Viktoria Rebensburg, Andrea Fischbacher und Lindsey Vonn ins Goldene Buch der Stadt Zwiesel ein, am Samstag findet zum Abschluss der Weltcup-Ball in der Bayerisch-Eisensteiner Arberland-Halle statt.