Das Schneetreiben in Europa beruhigte sich in den letzten Tagen spürbar. In den meisten Skigebieten blieben die Temperaturen allerdings niedrig und die vorhandene Schneedecke hoch, auch wenn nur wenig Neuschnee hinzukam.

Dies trug zur geringsten Lawinengefahr dieses Winters bei: Meist liegt die Risikostufe nun bei 1-2. Für Wintersport off Piste herrschen momentan allerdings nicht die besten Bedingungen. Den meisten Schneefall der letzten sieben Tage gab es in Norwegen, wo bis zu 1,15 Meter Neuschnee gemeldet wurden. Nur außerhalb Europas, in Colorado, war es noch etwas mehr (1,2m).

Österreich
Wie im Rest der Alpen wurden auch in Österreich in den letzten Tagen keine großen Schneefälle gemeldet. Die Lawinengefahr ging dabei zurück: Verbreitet wird sie nun als gering bis mäßig eingestuft. Die allgemeine Schneelage in Österreich bleibt jedoch gut. Einige Gletscherskigebiete weisen sogar Schneehöhen von zwei Metern und mehr auf. Am meisten Weiß liegt auf dem Mölltaler Gletscher (240 cm). Dem folgt mit 219 cm Schneehöhe der Pitztaler Gletscher, auf dem es in der vergangenen Woche auch am meisten schneite (insgesamt 27 cm Schneefall). Am Sonntag und Montag meldeten viele weitere Skigebiete Neuschnee. 10 cm waren es in den Urlaubsressorts Dachstein West, Silvretta Montafon und Loser Sandling Altausee.


Deutschland
Trotz abnehmenden Schneefalls: Die deutschen Wintersportregionen verfügen derzeit über reichliche Schneedecken. Zwei Dutzend Skiressorts melden eine Schneehöhe von einem Meter und mehr. Weitere beliebte Skigebiete liegen nur knapp darunter. 95 cm Schnee sind es etwa in Garmisch oder auf dem Fichtelberg. Der höchste Schnee in Deutschland liegt (traditionell) auf der Zugspitze. Momentan sind es 1,5 Meter. Am Montag meldeten einige Skigebiete in Oberbayern, dem Bayrischen Wald und dem Sauerland erneut 5-10 cm Schneefall.

Schweiz
Nur geringe Schneefälle hatte die Schweiz seit Neujahr zu verzeichnen. Die Lawinengefahr sank dabei auch hier auf Stufe 1-2. Ein wenig Neuschnee (5cm) wurde am Sonntag/Montag aus Davos, Sedrun und dem Appenzellerland gemeldet. Die größten Schneeberge des Landes findet man in Engelberg (235 cm), Saas Fee (216 cm) und Andermatt Gotthard (200 cm).

Frankreich
In Frankreich gab es seit über einer Woche wenig Neuschnee. Auch wenn die meisten Skigebiete komplett geöffnet sind und dort bis zu zwei Meter Schnee liegen, sind die Pisten häufig hart und stellenweise vereist. Der für den weiteren Wochenverlauf vorhergesagte Schnee wird daher willkommen sein.

Italien
Auch in Italien fiel in der vergangenen Woche sehr wenig Neuschnee. Der Presenagletscher verfügt aber weiterhin über die größte Schneehöhe des Kontinents (4,5 Meter).

Pyrenäen und Spanien
Die Skigebiete in Andorra könnten sicherlich ein wenig frisches Pulver vertragen, denn seit mehreren Wochen gab es hier kaum Schneefall. Auf den unteren Pisten ist die Schneedecke dementsprechend dünn. In Südspanien sieht es deutlich besser aus. 50 cm Neuschnee meldet die Sierra Nevada. Die Schneehöhe an der Bergstation wird dort inzwischen mit vier Metern angegeben - damit gehört das Skigebiet zu den zehn schneereichsten weltweit.

Skandinavien
Die norwegischen Skiregionen haben in den letzten sieben Tagen mit Abstand den meisten frischen Schnee abbekommen. Knapp zwei dutzend Powderalarms wegen 20 cm und mehr Neuschnee an einem Tag wurden seit Samstag in dem skandinavischen Land ausgelöst. Das Skigebiet Bjorli meldet insgesamt 115 cm Schneefall.