Nach der viel umjubelten Olympia-Premiere in Vancouver (CAN) geht es für die Ski Crosser in diesem Winter mit dem Weltcup und der Freestyle-WM in Deer Valley (USA) weiter. Für die deutschen Ski Crosser wartet mit dem Heim-Weltcup in Grasgehren ein besonderes Highlight.

Auftakt in Italien am Wochenende
Mit großer Euphorie starten die Ski Crosser in die neue Weltcup-Saison. Rückenwind haben sie durch den starken und spektakulären Auftritt der Sportart bei Olympia 2010 in Vancouver (CAN) bekommen und nun wollen sie diesen auch in die Saison 2010/2011 nehmen und für Furore sorgen. Los geht es am 18. und 19. Dezember in Innichen (ITA) mit zwei Rennen. Daneben stehen noch einige weitere Rennen auf dem Programm sowie das Weltcup-Finale Mitte März in Myrkdalen-Voss in Norwegen.

Vorfreude auf Grasgehren
Unbestrittener Höhepunkt für die deutschen Ski Crosser wird der Heim-Weltcup Ende Januar in Grasgehren sein. Zum ersten Mal findet dann ein Ski Cross-Weltcup in Deutschland statt und soll der Sportart weitere Aufmerksamkeit geben. Das Event wird im Fernsehen übertragen und dürfte einige Zuschauer anziehen.


Matt der große Favorit - Olympiasieger Schmid mit Kreuzbandriss nicht dabei
Zu den großen Favoriten im Weltcup gehören die deutschen Ski Crosser eher nicht, obwohl zum Beispiel Simon Stickl mit dem Sieg in St. Johann im letzten Jahr für Schlagzeilen sorgte und Neunter im Gesamt-Weltcup war. Bei den Herren werden sicher der Österreicher Andreas Matt, amtierender Weltmeister, sowie die starken Kanadier wie Stanley Hayer oder Christopher Delbosco ganz vorne mitfahren. Olympiasieger Michael Schmid aus der Schweiz, im letzten Jahr der überragende Ski Crosser, fällt mit einem im Juni erlittenen Kreuzbandriss wohl die gesamte Saison aus. Neben den jungen Ski Crossern wird es auch spannend zu sehen sein, wie sich die älteren Athleten schlagen und ob sie noch eine Chance haben gegen die mittlerweile spezialisierten Ski Crosser.

Ophelie David wieder vorne?
Bei den Damen waren im Weltcup die alten Namen vorne, oder besser gesagt der alte Name. Denn Ophelie David hat in den letzten Jahren die Sportart beherrscht und fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nur bei Olympia hat es nicht geklappt. Dort sicherte sich Ashleigh McIvor den Titel. Sie wird auch diesen Winter zu beachten sein genau wie Marion Josserand aus Frankreich.

Neun DSV-Athleten in Innichen dabei
Der Deutsche Skiverband schickt neun Aktive zum ersten Weltcup nach Italien. Bei den Damen werden Heidi Zacher, Anna Wörner und Christina Manhard antreten. Die Herren gehen mit Daniel Bohnacker, Thomas Fischer, Mathias Wölfl, Simon Stickl, Florian Eigler sowie Paul Eckert an den Start.

Verantwortliche sind guter Dinge
Der sportliche Leiter, Heli Herdt, freut sich auf den ersten Wettbewerb: " Nach einer guten und intensiven Vorbereitung ist das gesamte Team hoch motiviert für den ersten Weltcup in Innichen. Die dortigen Doppelrennen sind die erste echte Standortbestimmung und wir sind natürlich gespannt, wie wir im internationalen Vergleich abschneiden. Nach der geglückten Olympiapremiere in Vancouver wollen wir das Interesse der Öffentlichkeit an unserem Sport nutzen und gleich zu Beginn des Winters mit guten Leistungen überzeugen." Weltcup-Trainer Alex Böhme gibt gleich ehrgeizige Ziele aus: „Unsere Damen sind in der Lage, sich unter den besten Acht zu platzieren. Für die Herren gilt es, Ergebnisse unter den Top-16 zu erreichen. Mit unseren derzeitigen Leistungsträgern Anna Wörner und Simon Stickl können wir auch um Top-Platzierungen fahren."