© Francis BOMPARD/AGENCE ZOOM
Von einer Farce war die Rede und die Frage stand im Raum, warum bei derart schlechten Bedingungen ein Trainingslauf überhaupt gefahren werden muss: Auf der Raubvogelpiste in Beaver Creek fand der zweite Test ein vorzeitiges Ende. Die Ergebnisse haben kaum Aussagekraft.

Riskante Farce
Das hätte man sich wohl auch sparen können. Nach 21 Läufern unterbrach die Rennleitung den zweiten Testlauf am 1. Dezember wegen schlechter Sicht. Rund eine Stunde später ging es weiter, allerdings nur bis Startnummer 44, dann war Schluss. Ein Training ohne Wert, da Schneefall und schlechte Sicht einige Teilnehmer zum Abschwingen brachten. Nach einem guten Training und der Aussicht auf bessere Bedingungen am 2. Dezember hielten viele Rennläufer die Durchführung für zu riskant.

Bestzeit für Walchhofer und Fill
Am besten kamen Michael Walchhofer und Peter Fill mit diesen Umständen zurecht - beide teilten sich die Bestzeit knapp vor Hans Grugger, Erik Guay und Aksel Lund Svindal. Abgeschungen hatte nach zu schlechter Sicht Mitfavorit Mario Scheiber, der keine Verletzung riskieren wollte. Didier Cuche zeigte sich verärgert - er hätte auf seiner Fahrt beinahe eingefädelt.

Keppler gesetzt
Für die Deutschen Abfahrer kam die Absage rechtzeitig, denn keiner musste auf die Piste. Bundestrainer Charly Waibel erklärte: "Für die Abfahrt in Beaver Creek ist Stephan Keppler gesetzt. Sein Ziel sollte eine Top-20-Platzierung sein, um im nächsten Rennen unter die Top30 zu rutschen und so mit einer besseren Startnummer in die Rennen gehen zu können. Um den zweiten Startplatz fahren Tobias Stechert und Hannes Wagner." Im Super-G werden dann alle drei antreten dürfen.