Das stärkste Technik-Team im Damen-Skisport kommt aktuell aus Deutschland - das lässt sich nach den ersten zwei Wettbewerben in Slalom und Riesenslalom sagen. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen an Maria Riesch und Co. bei den kommenden Rennen in Aspen. Riesch, die gerade ihren Geburtstag feierte, ist dabei nicht die einzige Siegaspirantin im Team von Bundestrainer Tom Stauffer.

Gute Bedingungen beim Training in Vail
Die ersten guten Ergebnisse hat der neue Damen-Chefcoach nach Sölden und Levi bereits in der Tasche, jetzt gilt es für ihn, diesen Formstand zu bewahren. "In der vergangenen Woche haben wir von Freitag bis Sonntag in Vail Riesenslalom mit Kathrin Hölzl, Viktoria Rebensburg, Maria und Susanne Riesch trainiert. Die Bedingungen waren gut, das Training effektiv. Die weiteren Slalomspezialistinnen kamen wie geplant am Sonntag in Vail an," beschreibt Stauffer die Vorbereitungen. Seine Schützlinge begrüßten die vorzeitige Abreise nach Vail: "Es war eine sehr gute Entscheidung, die Abreise in die USA um drei Tage vorzuverlegen, denn wir hatten in Vail super Trainingsbedingungen. Über die Trainingsläufe habe ich ein gutes Gefühl aufbauen können, das versuche ich jetzt mit nach Aspen zu nehmen," erklärte Mitfavoritin Maria Riesch.

Rebensburg erstmals im roten Trikot
Der Hang dürfte aber einer anderen deutschen Topfahrerin mehr entgegen kommen: Kathrin Hölzl hat zudem gute Erinnerungen an die Piste: "Mit meiner Form im Riesenslalom bin ich zufrieden. Ich freue mich auf das anspruchsvolle Gelände in Aspen, da mir der schwere Hang liegt. Die Erinnerungen an das letztjährige Rennen sind sowieso positiv. Man fährt immer gerne dahin, wo man schon einmal gewinnen konnte. Mein Ziel ist es, um die Podestplätze zu fahren," sagt die Weltcup-Titelverteidigerin. Konkurrenz blüht ihr auch aus eigenem Hause, zum Beispiel durch Sölden-Siegerin Viktoria Rebensburg: "In Aspen bin ich bisher erst zweimal gestartet. Der Hang gehört meiner Meinung nach zu den schwersten im Riesenslalom-Weltcup. Dennoch ist der Reiz extrem groß, dort schnell hinunterzufahren. Ich möchte technisch gut fahren, eine konzentrierte Leistung bringen und dabei Spaß haben. Ganz besonders freue ich mich darauf, im roten Trikot zu starten - ein tolles Gefühl!"

Ziel: Podium
Neben den drei potenziellen Siegfahrerinnen hat Tom Stauffer mit Susanne Riesch, Lena Dürr und Carolin Fernsebner noch drei aufstrebende Athletinnen im Aufgebot. Im Slalom werden dann sogar zehn DSV-Damen antreten. Hinter Top-Favoritin Maria Riesch liegen hier die Hoffnungen vor allem auf deren Schwester Susanne und der in Levi sehr starken Katharina Dürr. Generell ist in diesem Kader aber vielen Damen ein Topergebnis zuzutrauen. "Unsere Top-Fahrerinnen haben in Levi gezeigt, dass sie um die Podestplätze mitfahren können und wollen. Daneben sollen sich möglichst viele Athletinnen aus der zweiten Reihe für das Finale qualifizieren, damit wir erneut eine kompakte Mannschaftsleistung zeigen," erwartet der Chefcoach. Maria Riesch peilt klar das Podium an: "Im Riesenslalom strebe ich eine Platzierung unter den Top5 an, im Slalom will ich um die Podiumsplätze fahren."

Marlies Schild wieder im Riesenslalom dabei
Bei aller Stärke der Deutschen: Auch die Konkurrenz ist gerüstet für Aspen. Im Riesenslalom wird Levi-Gewinnerin Marlies Schild erstmals wieder abseits der Slalomstrecken einsteigen. In Abwesenheit von Kathrin Zettel ist sie mit Nicole Hosp das Aushängeschild der Österreicherinnen, aber auch Michaela Kirchgasser zeigt aufsteigende Form. Zusätzlich sind Tanja Poutiainen, Tina Maze und Manuela Mölgg gut in die Saison gestartet und auch Lindsey Vonn wird bei ihrem Heimrennen sicher auf gute Ergebnisse aus sein. Wer gewinnt, wird erst das Rennen zeigen - bei uns könnt ihr das auch zu später Stunde wie gewohnt im Liveticker verfolgen. Zudem könnt ihr im Tippspiel euer wissen testen - könnt ihr die ersten drei Plätze richtig vorhersagen?