Nur wenige Monate war er der CEO von Swiss-Ski: Denis L. Vaucher folgte Hansruedi Laich zu Jahresbeginn als Direktor nach. Geholt wurde er unter anderem wegen seines 'unternehmerischen Geistes'. Nun ist das Intermezzo vorbei und Vaucher versteht die Welt nicht mehr.

Kein Grund?
Der Basler Zeitung gegenüber gab sich der Manager eine Woche nach der Demission verletzt. Er habe - auch auf Nachfrage - nie eine schriftliche Begründung für seinen Rauswurf bekommen. Zudem wertete Vaucher eine Äußerung von Präsident Urs Lehmann, als habe er selbst sich einer kriminellen Handlung schuldig gemacht.

Keine kriminelle Handlung
Diese Interpretation muss man aus Lehmanns Aussage "Sie können davon ausgehen, dass man nach lediglich acht Monaten nicht einfach, weil etwas zu schnell durchs Nachbarsdorf gefahren wurde, das Arbeitsverhältnis auflöst", zwar nicht zwangsläufig bekommen. Klar ist jedoch, dass Swiss-Ski den überraschenden Schritt nicht besonders klug kommuniziert hat.



Lehmann entschuldigt sich
Daher musste der Verband gestern nachlegen. Lehmann entschuldigte sich für die missverständliche Äußerung, ließ aber konkrete Gründe weiter offen. Der Präsident ließ verlauten: „Ich wollte damit nicht andeuten, dass Denis sich eines strafbaren Verhaltens schuldig gemacht habe. Damit wollte ich lediglich unterstreichen, dass aufgrund diverser Unstimmigkeiten die Situation für das Präsidium derart untragbar war, dass eine sofortige Trennung unumgänglich schien. Wenn diese Aussage zu anderweitigen Interpretationen Anlass gibt, tut mir dies leid - auch gegenüber Denis. Das war nicht meine Absicht und ich entschuldige mich hiermit bei ihm, falls ich mit meiner Aussage seine Gefühle verletzt habe.“

Die Wogen glätten
Im Übrigen habe man die Probleme auch mit Vaucher in mehreren Gesprächen thematisiert. Nun gilt es für die Schweizer, die entstandene Unruhe vor dem Beginn der Wintersaison aufzufangen. Vaucher hatte auch viel mit den erfolgreichen Athleten zu tun. Ihnen hat der Verband hoffentlich eine bessere Erklärung geliefert, als der Öffentlichkeit.