Die Ski Cross Fahrerin Karin Huttary muss ihre sportliche Karriere beenden. Grund für diesen Schritt ist ein Kreuzbandriss. Die Österreicherin gehörte zu den Ski Crossern der ersten Stunde.

"Wendepunkt meiner Karriere erreicht"
Beim Weltcup im schweizerischen Grindelwald stürzte Karin Huttary. Dabei zog sich die 32-Jährige ihren zweiten Kreuzbandriss zu. Danach entschied sie sich zum Ende ihrer aktiven Laufbahn: "Nach einem Leben mit zwei Skiern unter meinen Füßen fühle ich, dass eine Ära vorbei und ein Wendepunkt meiner Karriere gekommen ist. Diese Ski haben mich an Orte gebracht, von denen andere träumen. Ich fühle mich begünstigt, dass ich eine Vorreiterin meines Sports sein durfte." Erst im März 2009 wurde Huttary beim Training in La Plagne durch einen Kreuzbandriss auf ihrem Weg zur Ski Cross Olympiapremiere zurückgeworfen. Dennoch schaffte sie es, in Vancouver an den Start zu gehen. Ihr Ziel, eime olympische Medaille zu gewinnen, verpasste sie als Vierte allerdings knapp.

Erste Weltmeisterin einer verrückten Sportart
Begonnen hat Karin Huttary ihre Karriere als alpine Skirennläuferin. Allerdings startete sie nicht für Österreich sondern für Schweden. Hier schaffte es die Tochter eine Schwedin aber nicht oft über den Europacup hinaus. 2004 fuhr sie dann ihren ersten Erfolg im Ski Cross ein und wurde erste österreichische Meisterin. Ein Jahr später jubelte sie als erste Weltmeisterin der FIS in der noch jungen Sportart. "Wenn ich zurückblicke, sehe ich große Erfolge in einer Sportart, die sich von einer Idee verrückter Leute entwickelt hat und es bis zu Olympia geschafft hat", schreibt Huttary auf ihrer Homepage. Nun steht erst einmal wieder die Rehabilitation an. In der Zukunft will die vierfache Weltcupsiegerin und zweifache X-Games-Siegerin als Athleten-Repräsentantin der FIS weiterarbeiten und für eine schwedische Firma, mit der sie bereits jetzt kooperiert.