Die Ski Crosser sind wahrscheinlich die Gewinner der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver. Spektakulär, medien- und publikumswirksam, spannend und einfach ein großes Fest - so die fast einhellige Meinung der Beobachter. Nach den Olympiasiegen von Michael Schmid (SUI) und Ashleigh McIvor (CAN) kämpfen die schnellsten Ski Crosser nun wieder um Weltcup-Punkte: Am Wochenende lädt das schwedische Branas zum Tanz auf den Brettern.

Neun DSV-Athleten in Schweden mit dabei
Der DSV schickt sechs Herren und drei Damen zum anstehenden Weltcup in Schweden: die Manhard-Schwestern Julia und Christina vom SC Pfronten, Sarah Reisinger (SC Lindenberg), Simon Stickl (SC Bad Wiessee), Andreas Schauer (SC Lenggries), Mathias Wölfl (SC Schöneck), Thomas Fischer (SC Ruhpolding), Paul Ekert (WSV Samerberg) und Daniel Bohnacker (SG Gerhausen), der zuletzt die German Cross Tour in Mittenwald für sich entscheiden konnte. Stickl, neben dem zurückgetretenen Martin Fiala einziger Olympiastarter und bei seinem Auftritt in Cypress Mountain von Pech verfolgt, zählt im Weltcup nach seinem sensationellen Sieg in St. Johann zum Beginn der Saison zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf eine vordere Platzierung.

Möglichst viele Starter in die K.O.-Runde
Heli Herdt, Sportlicher Leiter Ski Cross, hofft auf ein gutes Abschneiden der DSV-Athleten: "Wir freuen uns, zurück in Europa wieder in das Weltcup-Geschehen eingreifen zu können. Die kalten, trockenen Bedingungen in Skandinavien versprechen sehr gute Pistenverhältnisse. Unser Ziel ist es, möglichst viele Damen und Herren in die KO-Runden zu bringen."

Kampf um Gesamtweltcup noch offen
In den kommenden Woche könnte im hohen Norden und beim nächsten Weltcup in Grindelwald bereits eine Vorentscheidung um den Gesamtweltcup fallen. Olympiasieger Schmid führt vor den letzten vier Rennen das Feld bereits mit deutlichen 119 Punkten Vorsprung vor dem Olympia-Zweiten Andreas Matt (AUT, 306 Punkte) und dem beim olympischen Wettkampf unglücklich gestürzten „Enfant terrible“ Christopher Delbosco (CAN, 297 Punkte) an. Bei den Damen läuft alles auf einen Zweikampf zwischen der Führenden Ophelie David (FRA, 475 Punkte) und Olympia-Siegerin Ashleigh McIvor (CAN, 437 Punkte) heraus. David hatte als große Favoritin bei Olympia nur Rang neun erreicht und dürfte mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch nach Schweden gereist sein.

Die letzten Weltcups der Saison werden in Grindelwald (11. März), Meiringen-Hasliberg (14. März) und Sierra Nevada (20. März) ausgetragen.