Am Dienstagabend werden die Ski Crosserinnen ihren Einstand bei Olympia haben und sicher genau wie ihre männlichen Kollegen die Zuschauer in ihren Bann ziehen. Nach der äußerst spannenden und spektakulären Premiere der Herren geht es nun also auch für die Damen um die Medaillen. Favoritinnen gibt es auch hier einige.

David will auch Olympia-Gold
An erster Stelle ist sicher die Französin Ophelie David zu nennen. Die Grande Dame des Ski Cross hat schon so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt in dieser Sportart und würde natürlich nur allzu gerne auch bei der olympischen Premiere ganz vorne landen. Im Weltcup führt sie auch in diesem Winter die Wertung an und just Ende Januar gewann die zweifache Mutter noch die X-Games. Kurzum: die Französin ist die Top-Favoritin.

Kanadische Damen in Top-Form
Wie bei den Herren konnten auch die kanadischen Damen in den letzten Jahren immer weiter aufholen und sich in die Weltspitze vorkämpfen. In der Saison 2009/2010 präsentieren sie sich ganz stark und sind im Gesamtweltcup auf den Plätzen zwei bis vier vertreten. Ashleigh McIvor wurde im letzten Jahr Weltmeisterin und konnte auch 2010 im Januar ein Weltcuprennen gewinnen. Auf sie wird man besonders achten müssen und nachdem die kanadischen Herren im Ski Cross ohne Medaille blieben, werden die Damen noch motivierter sein.


Gutensohn und Huttary rechnen sich Medaillen-Chancen aus
Die österreichischen Medaillenhoffnungen ruhen auf Karin Huttary und Katharina Gutensohn, die beide schon Erfolge vorzuweisen haben. Gutensohn fuhr früher für Deutschland im alpinen Weltcup und ist schon über 40, aber dennoch eine Kandidatin für das Podium. Huttary war schon seit Beginn der Sportart Ski Cross dabei und hat schon viele Triumphe gefeiert. Auch sie gilt es zu beachten.

17-jährige Schweizerin als Geheimtipp
Auch die Schweizerinnen haben einige Eisen im Feuer. Sie werden mit Sanna Lüdi, Katrin Müller, Fanny Smith und Franziska Steffen antreten und sind durch die Goldmedaille ihres Landsmannes Michael Schmid besonders motiviert. Die erst 17-jährige Fanny Smith machte zuletzt in Lake Placid auf sich aufmerksam, als sie Zweite wurde und fast die komplette Weltspitze hinter sich ließ.

Skandinavierinnen zu beachten
Einige starke Skandinavierinnen haben sicher auch das Potenzial, um in das große Finale zu kommen und dann eventuell eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. So konnte die Schwedin Anna Holmlund zu Beginn der Saison gleich zwei Weltcuprennen gewinnen. Auch die junge Norwegerin Marte Hoeie Gjefsen war schon im Weltcup erfolgreich in dieser Saison.

Drei Deutsche am Start
Für Deutschland werden drei Ski Crosserinnen an den Start gehen. Julia Manhard, Anna Wörner und Heidi Zacher haben sich im Weltcup für Olympia qualifiziert und wollen es besser machen als die Herren, die nicht über die erste KO-Runde hinausgekommen sind. Manhard ist in dieser Saison konstant unter die ersten 15 gefahren, jedoch fehlte ihr das absolute Top-Ergebnis. Ob es gerade zu Olympia klappt? Wörner war in St. Johann schon einmal im großen Finale und wurde Vierte. Sie weiß also, wie es geht. Zacher konnte dreimal unter die Top 15 fahren, aber auch bei ihr fehlen die Ausreißer nach oben. Doch bei Olympia ist alles möglich und gerade im Ski Cross kann vieles passieren. Wir dürfen also erneut auf einen spektakulären Wettbewerb hoffen.

Der Zeitplan für den 23. Februar im Detail
19.30 Uhr: Qualifikation
Ab 22.00 Uhr: KO-Heats
23.00 Uhr: Finale