Während sich Lindsey Vonn über ihre Goldmedaille nach der Abfahrt freuen konnte, waren die Minuten und Stunden nach dem Rennen für einige Abfahrerinnen sehr schmerzhaft. Die äußerst anspruchsvolle Abfahrt auf dem 'Franz's Run' in Whistler Creekside forderte einige Sturzopfer. Ski2b fasst die Verletztensituation zusammen.

Anja Pärson
Der spektakulärste Abflug war sicher der Schwedin Anja Pärson zuzuschreiben. Die Schwedin sprang beim Zielsprung ganze 60 Meter weit, verlor danach das Gleichgewicht und kam schwer zu Sturz. Glücklicherweise landete die Schwedin nicht auf dem Hinterkopf und kam mit Prellungen am Bein und am Rücken davon. Ihr Start bei der Super-Kombination am Donnerstag ist dennoch mehr als fraglich.

Dominique Gisin
Auch Dominique Gisin erwischte es. Die erst seit Januar wieder genesene Schweizerin stürzte bei einem Sprung im Zielhang und erlitt eine Gehirnerschütterung. Auch hier passierte nichts Schlimmeres, doch für Gisin ist Olympia damit vorbei. Sie war nur noch für die Super-Kombination vorgesehen, bei der sie allerdings nicht an den Start gehen kann.


Marion Rolland
Auf den ersten Blick kurios war der Sturz von Marion Rolland. Die Französin kam schon wenige Meter nach dem Start zu Fall und fiel seitlich um. Doch was harmlos aussah, entpuppte sich als schwere Verletzung. Rolland zog sich zum zweiten Mal in ihrer Karriere einen Kreuzbandriss im linken Knie zu und fällt sechs Monate aus.

Edith Miklos
Auch bei der Rumänin Edith Miklos heißt die erste niederschmetternde Diagnose Kreuzbandriss. Sie flog bei ihrem Sturz durch drei Fangzäune hindurch und blieb zunächst liegen. Nachdem sie kurz aufstand, ging es nicht mehr und sie musste mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Hier kam dann die brutale Diagnose, sodass auch für Miklos das Abenteuer Olympia vorzeitig beendet ist.

Daniela Merighetti und Elena Fanchini
Zwei Italierinnen mussten ebenfalls der schweren Abfahrt Tribut zollen und kamen nicht ins Ziel. Sowohl Daniela Merighetti als auch Elena Fanchini flogen nach schweren Stürzen von der Piste ab. Beide blieben aber nach ersten Diagnosen nahezu unverletzt und werden wohl weiter in Whistler an den Start gehen können.