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Es wird spannend: Am 15. Februar könnte tatsächlich ein skialpiner Wettbewerb über die Bühne gehen. Die Herrenabfahrt steht auf dem Programm - und der Ausgang ist nicht erst nach den Verschiebungen der letzten Tage völlig offen.

Wann kommt die Kälte?
Das Wetter ist natürlich weiterhin die größte Sorge. Dass Whistler in der Nähe der Pazifikküste liegt und damit starken und plötzlichen Wetterschwankungen unterliegt, ist bekannt. Daher ist der Ort auch nicht mehr im Weltcup-Kalender zu finden. Die fehlende Kälte kam hinzu und stellte die Pistencrew vor einen extreme Aufgabe. "Die Situation ist dramatisch", befand denn auch Atle Skaardal. Denn die Strecke muss an drei Teilen völlig unterschiedlich behandelt werden.

Riesiger Aufwand
Oben liegt jede Menge Neuschnee, der immer nasser wird, je tiefer man nach unten kommt. Im letzten Abschnitt hat es Tagelang hinein geregnet, ein Albtraum für das Organisationskomitee. Der betriebene Aufwand ist gewaltig: Hunderte von Helfern haben nassen Schnee aus der Piste geschafft und die restliche Auflage befestigt. Nun hoffen alle auf einen klaren Himmel, Sonne und Frost.



"Bestmögliche Bedingungen"
Die Leistung wird gewürdigt: "Die Pistenhelfer waren die ganze Nacht auf den Beinen, um bei Regen und nassem Schnee hier die Strecke fertig zu machen," stellte US Headcoach Sasha Rearick anerkennend fest. "Es ist unsere Aufgabe als Jury, die bestmöglichen Bedingungen für so viele Athleten wie möglich herzustellen", ließ Renndirektor Günter Hujara vermelden. Das bestmöglich nicht dasselbe ist wie gut, kann er dabei nicht ändern.

Hält die Piste?
Daher kann, wenn denn die Abfahrt stattfinden wird, niemand ein Startnummernrennen ausschließen. Das ist gut für alle, die früh ran dürfen. Und das werden unter anderem Hans Grugger aus Österreich, die Amerikaner Weibrecht, Nyman und Miller oder auch Erik Guay sein. Von den Topfavoriten kommt Goldkandidat Nummer eins, Didier Cuche, erst als 22. an die Reihe - ein möglicherweise entscheidender Nachteil. Doch vielleicht hält die Piste auch bis zum Schweizer.

Kepplers kleine Chance
Stephan Keppler darf dann als 32. in das olympische Rennen einsteigen. Ob er dort wird glänzen können, bleibt abzuwarten. Doch auch wenn das Wetter nicht mitspielt, gilt zumindest das olympische Motto: Dabei sein ist alles!

Das Rennen startet am 15. Februar um 19:30 MEZ - wir berichten darüber ausführlich im ski2b-Liveticker.