Während für die Herren das zweite Training komplett durchgezogen werden konnte, dauerte die erste Abfahrtssitzung der Damen nur wenige Minuten. Erst stürzte Stacey Cook mit Startnummer zwei schwer, dann machte Schneefall und Nebel die Fortführung unmöglich.

Cook ohne ernsthaften Blessuren
Mit Startnummer eins eröffnete Lucia Recchia mit einer halbstündigen Verspätung bereits bei widrigen Verhältnissen das erste Damentraining für die Super-Kombination am Sonntag. Die Italienerin erreichte das Ziel der Piste "Franz’s Downhill" in 1:52,39 Minuten und setzte damit die einzige Zeit. Nach ihr ging Stacey Cook aus dem Starthaus. Die US-Amerikanerin stürzte nach dem größten Sprung und rutschte in den Fangzaun. Danach war das Training für knapp 20 Minuten unterbrochen, bevor der endgültige Abbruch beschlossen war. Cook wurde mit einem Helikopter in die Whistler Polyklinik geflogen. Dort wurde die 25-Jährige eingehend untersucht. "Wir erwarten, dass sie für die nächsten 24 bis 48 Stunden Schmerzen haben wird. Wir beobachten sie weiter, damit sie so schnell wie möglich wieder am Renngeschehen teilnehmen kann", berichtete US Teamarzt Jim Moeller, dass alle Untersuchungen negativ geblieben sind.

Pause für Vonn vorteilhaft
Für das US Ski Team hatte Cooks Sturz aber auch etwas Gutes. So bekam Lindsey Vonn einen weiteren Tag Pause zur Regeneration ihres verletzten Schienbeins. Zwar war die Doppelweltmeisterin und große Goldfavoritin bereit, am Training teilzunehmen, war dann aber glücklich über die Absage: "Ich war froh, heute zurück auf Schnee zu sein. Mein Schienbein war aber immer noch sehr schmerzvoll, aber ich fühle, dass die Verletzung besser wird. Ich bin immer enttäuscht, wenn ein Trainingslauf ausfällt, aber in dieser Situation habe ich den extra Tag zur Heilung willkommen geheißen." Mittlerweile gehen die Verantwortlichen im US Ski Team davon aus, dass Vonn starten kann. "Sie ist unheimlich tough. Lindsey hat die Verletzung zunächst ein wenig unterschätzt, weil sie wohl dachte, der Pferdekuss im Schienbein wäre nur halb so wild. Wir bereiten uns ganz normal auf das Rennen vor und werden alles dafür tun, damit sie starten kann", sagte US-Mannschaftsarzt Bill Sterett, der Vonn bereits seit ihrem 13. Lebensjahr kennt. Vonn sei zudem eine der "mental stärksten" Sportlerinnen, die er kenne: "Davon lässt sie sich nicht beeinflussen."

Stechert geht verletzt in Kombi
Wie Vonn geht auch Gina Stechert verletzt in die erste olympische Entscheidung. Die Oberstdorferin stürzte beim Aussteigen aus dem Auto auf die Hand und zog sich einen Haarriss zu. Davon lässt sich sich aber nicht beeindrucken, denn ihre Formkurve zeigt nach oben. Mit einer Schiene will sie ihr Olympiadebüt am Sonntag angehen.



Vorfahrt Damen am Freitag
Am heutigen Freitag gilt in Whistler Vorfahrt für die Damen. Damit die Super-Kombination am Sonntag regulär ausgetragen werden kann, muss ein vollständiges Abfahrtstraining stattfinden. Um 11:00 Uhr (20:00 Uhr MEZ) soll das zweite Training starten.

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