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Am heutigen Mittwoch (10.02.) beginnt für die Skirennläufer das Abenteuer Olympia. In Whistler steht am kanadischen Vormittag das erste Abfahrtstraining für den Auftakt der alpinen Wettbewerbe am Samstag (13.02.) an. Dabei geht es auch noch um Startplätze.

Erstes Training vorverlegt - Regen droht
Die erste von drei Trainingssitzungen ist vorverlegt worden. Grund ist der Zustand der Dave-Murray-Piste. Die ist zwar in keinem schlechten, aber auch keinem guten Zustand und aufgrund der warmen Temperaturen weich. Statt um 11:45 Uhr zur offiziellen Rennzeit dürfen die ersten olympischen Schwünge nun schon ab 10:30 Uhr (19:30 MEZ) gezogen werden. So soll die Piste geschont werden. Bei den derzeitigen Witterungsbedingungen könnte es durchaus sein, dass gar nicht alle drei Trainings stattfinden. Zudem ist für die nächsten Tagen schlechtes Wetter angesagt, am Wochenende soll es sogar starken Regen geben.

'Canadian Cowboys' im Vorteil
Dies würde dem ehrgeizigen Vorhaben der Kanadier, Gold gleich im ersten Rennen zu gewinnen, entgegen kommen. Die Kanadier versuchen alles, um den Heimvorteil zu nutzen. Bisher sind die 'Canadian Cowboys' die einzigen, die schon auf der Olympiapiste trainiert haben. Am vergangenen Montag fand die erste Besichtigung für die anderen Nationen statt. Die Trainer bezeichneten die Strecke als einzigartig und nicht vergleichbar mit einer anderen Weltcuppiste, sodass die Kanadier auf der mit zahlreichen Kuppen und Übergängen gespickten Abfahrt durch ihre Vorkenntnisse im Vorteil sein dürften.

Erst drei Österreicher für die Abfahrt fix
Für einige Athleten geht es gleich ab der ersten Abfahrt um alles. So stehen vor dem ersten Training erst drei Österreicher als fixe Starter für das erste olympische Rennen fest. Michael Walchhofer, Hans Grugger und Mario Scheiber können also die Piste im Training anders unter die Bretter nehmen als ihre Landsmänner, die noch um den verbliebenen Startplatz kämpfen. Nach den Weltcupergebnissen hat Klaus Kröll die besten Karten. Mit guten Trainingsleistungen haben aber Georg Streitberger, Romed Baumann und Hannes Reichelt die Chance, sich für den vakanten Startplatz zu empfehlen.



Osborne-Paradis große Goldhoffnung
Das Quartett der Kanadier steht dagegen bereits fest. Manuel Osborne-Paradis, Robbie Dixon, Erik Guay und Jan Hudec gehen auf die Dave-Murray-Piste. Für Manuel Osborne-Paradis ist es ein echtes Heimspiel, denn der 25-Jährige stammt aus Whistler und ist damit die große kanadische Hoffnung, auf die erste Goldmedaille bei Olympischen Spielen im eigenen Land. Bisher war es den Kanadiern vergönnt gewesen, dies zu schaffen. Sowohl bei den Winterspielen in Calgary 1988 als auch im Sommer 1976 in Montreal gab es keinen heimischen Sieger.

Keppler auf der "Frauenabfahrt"
87 Skirennläufer haben sich für das erste Training eingeschrieben. Dabei sind auch Herren, die nicht in der Abfahrt sondern in der Super-Kombination starten, zum Beispiel Benjamin Raich und Michael Janyk. Mit Stephan Keppler nimmt beim ersten Training nur ein Deutscher Dave Murray in Angriff. Der Ebinger hatte vor der ersten Besichtigung die Piste als "Frauenabfahrt" bezeichnet und kritisiert, dass sie zu wenig anspruchsvoll sei. Heute kann er zeigen, dass er mit den Gleitabschnitten und den zahlreichen Übergängen klar kommt.