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Die Junioren-Titelkämpfe 2010 sind zu Ende. Mit einiger Verspätung wurde dabei auch die Kombinationswertung der Damen bestimmt, nach Riesenslalom, Slalom und Abfahrt stand dabei Mona Loeseth als Titelträgerin fest. Silber in der Kombination ging auch nach Norwegen, Lotte Sejersted holte hier ihre zweite Medaille. Bronze blieb für Jessica Depauli aus Österreich.

Loeseth Topstar der JWM - Frankreich bestes Team
Mona Loeseth darf sich freuen - die Norwegerin holte am Mont Blanc zweimal Gold und einmal Silber und hatte maßgeblichen Anteil an Norwegens zweitem Platz im abschließenden Medaillenspiegel. Platz eins ging aber an die Gastegeber, die sich nach den überzeugenden Auftritten von Mathieu Faivre, Marine Gauthier, Jeromine Geroudet und Maxence Muzaton wohl keine Sorgen um den Weltcup-Nachwuchs machen müssen. Viermal Gold - und es wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn beispielsweise Alexis Pintaurault im zweiten Slalom-Durchgang nicht gepatzt hätte.

DSV: Dame technisch stark
Bei den deutschen Teilnehmern spiegelte sich wieder, was derzeit bereits auf den Weltcuppisten Realität ist: Die Damen sind technisch sehr stark und damit einfach Weltklasse. Christina Geigers souveräne Goldfahrt belegt das, auch Lena Dürr wusste zu überzeugen. Weitere Medaillen wurden teilweise mit Pech verpasst - sowohl Dürr als auch Abfahrerin Isabelle Stiepel kamen auf den undankbaren vierten Rang. Platz vier bleibt auch im Medaillenspiegel. Mehr war nicht drin, weil die Herren noch nicht dieses Niveau vorweisen können. Allerdings konnte Stefan Luitz einen echten Lichtblick setzen: Der Youngster holte überraschend gleich im ersten Rennen Silber und deutete damit an, das aus den aktuellen Schülerklassen wieder sehr hoffnungsvolle Skifahrer entspringen können. Luitz darf noch zweimal bei einer JWM teilnehmen - ihm gehört die Zukunft.



Italien stark, Österreich und die Schweiz ohne Glanz
Italiens Jugend sorgt weiter für Aufsehen. Im letzten Jahr stärkste Nation lagen die 'Azurri' dieses Mal nur an Rang drei, die Qualität der Nachwuchsarbeit südlich der Alpenkämme sollte aber nicht angezweifelt werden. Die klassischen Skinationen Schweiz und Österreich kamen schlechter weg. Für die Eidgenossen gab es eine Medaille, die aber glänzte golden. Österreich sammelte fünfmal Edelmetall, schaffte es aber nicht nach ganz oben auf das Siegerpodest. 2011 werden wenigstens die Schweizer besser abschneiden wollen, denn dann werden in Crans-Montana die Junioren-Weltmeister ermittelt.