Kurz vor Beginn der Olympischen Spiele 2010 in Vancouver musste der Britische Ski- und Snowboardverband Insolvenz anmelden. Dennoch können die britischen Wintersportler an den Winterspielen teilnehmen. Skirennläuferin Chemmy Alcott hat dafür sogar anfallende Kosten aus eigener Tasche gezahlt.

240.000 Euro fehlen dem Verband
Um dem Reglement zu entsprechen, bei dem die FIS nur Athleten bei Olympia zulässt, die einem Verband angehören, hat das Britische Olympische Komitee kurzerhand eine Tochtergesellschaft gegründet. Diese wurde vom internationalen Skiverband anerkannt, sodass die 14 Briten in Kanada starten können. Nötig machte dies die Insolvenz des Skiverbandes, dem Ende Januar knapp 240.000 Euro fehlten. Schon während der laufenden Saison musste Skirennläuferin Chemmy Alcott immer wieder auf Geld verzichten und Reise- und Trainingskosten selbst bezahlen. Das Abenteuer Olympia ist dies der 27-Jährigen aber wert, die in Vancouver zum dritten Mal bei Olympiarennen am Start steht.