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Bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren blieben die Italiener ohne Medaille. Und das ausgerechnet bei den Winterspielen vor heimischer Kulisse in Turin. Vier Jahre später könnte es den Azzuri in Vancouver aber wieder so ergehen, wobei dies einige Skirennläufer verhindern können.

Gelingt im technischen Bereich der große Wurf?
Sowohl Italiens Damen als auch Herren zählen in den technischen Disziplinen zu den stärksten Nationen. Der ganz große Wurf blieb ihnen aber in diesem Winter meist verwehrt. Zwar gewann Giuliano Razzoli in dieser Saison seinen ersten Weltcup im Slalom, aber die hoch gehandelten Manfred und Manuela Mölgg, Denise Karbon und Chiara Costazza blieben eher blass. Ähnliches gilt für Max Blardone und Davide Simoncelli, die immer wieder mit guten Ergebnissen aufhorchen ließen. Blardone gewann immerhin das Heimspiel im Riesenslalom in Alta Badia. Alle haben allerdings eins gemeinsam: In Slalom und im 'Riesen' haben sie das Zeug auf das Podium zu carven.

Nur Fanchini und Heel Top-Drei-Kandidaten
Während die schnellen Damen eher hinterherfahren, ist bei den Speed-Herren durchaus etwas drin. Kurz vor Olympia verletzte sich Nadia Fanchini, sodass nur ihre Schwester Elena in Medaillenreichweite unterwegs ist. Die FISI-Herren sind mit Werner Heel, Christof Innerhofer, Dominik Paris und Patrick Staudacher schon ganz anders aufgestellt. Vor allem Heel ist immer wieder auf dem Podium vertreten. Und auch der Super-G-Weltmeister von 2007 Patrick Staudacher scheint langsam aus seinem Karrieretief wieder herauszufinden. Christof Innerhofer ist dagegen eher auf dem absteigenden Ast. Der 25-Jährige ist ein Vielstarter und soll als Allrounder aufgebaut werden. Die guten Ergebnisse der vergangenen Saison konnte er so nicht wiederholen.

Schlecht ist das italienische Team für die Olympischen Spiele 2010 sicher nicht aufgestellt. Vor allem in der Breite sind die Athleten des italienischen Skiverbands FISI stark besetzt. Für ganz vorne könnte wie im Weltcup das gewisse Quäntchen fehlen. Anders als vor vier Jahren starten die Azzuri allerdings ohne großen Druck in Kanada, sodass durchaus die ein oder andere Medaille herausspringen könnte.



Italiens Kader auf einen Blick:

Damen:
Federica Brignone
Chiara Costazza
Elena Fanchini
Nicole Gius
Denise Karbon
Daniela Merighetti
Manuela Mölgg
Lucia Recchia
Johanna Schnarf

Herren:
Massimiliano Blardone
Cristian Deville
Peter Fill
Werner Heel
Christof Innerhofer
Manfred Mölgg
Dominik Paris
Alexander Ploner
Giuliano Razzoli
Davide Simoncelli
Patrick Staudacher
Patrick Thaler