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Für Stephan Görgl ist die Saison vorzeitig zu Ende. Der Österreicher leidet weiter unter Kniebeschwerden, die er sich vermutlich bereits im Dezember in Nordamerika zugezogen hat.

"Ich will mir selbst und den anderen gegenüber fair sein"
Grund für die anhaltenden Kniebeschwerden ist ein Meniskusseinriss, den sich Stephan Görgl durch einen Sturz bei einem NorAm-Riesenslalom in Aspen im Dezember holte. "Es hat keinen Sinn weiterzufahren, wenn ich nicht 100-prozentig belasten kann", begründet Stephan Görgl sein Saisonaus. "Ich habe kurz überlegt, in Kranjska Gora an den Start zu gehen. Aber ich muss akzeptieren, dass mein Knie nicht mitmacht. Es wäre daher mir selbst und allen anderen gegenüber nicht fair." Möglicherweise ist die verschleppte Verletzung auch eine Ursache für die Handverletzung (Luxation und Trümmerbruch der rechten Handwurzel). "Es kann gut sein, dass ich meine Rechtsschwünge nicht mehr voll zumachen konnte, weil ich unbewusst nicht voll belastet habe."

Arthroskopie statt Olympia-Quali in Kranjska Gora
Am Freitag (29.01.) wird sich Stephan Görgl in Hochrum bei Innsbruck einer Arthroskopie unterziehen: "Das ist ein Eingriff von ca. 30, 40 Minuten. Keine große Sache." Görgl vertraut dabei wieder auf seinen Spezialisten, Wulf Glötzer, der ihn schon bei seiner schweren Verletzung im Dezember 2006 behandelt hat. Den Fokus hat Stephan Görgl aber bereits auf die kommende Saison gelegt. Er wird mit dem Therapeuten-Team von 2006 an seinem Comeback in der WM-Saison 2010/11 feilen und denkt bereits an den nächsten Winter: "Jetzt richtet sich meine volle Konzentration erstens natürlich auf die Ausheilung der Verletzung und zweitens bereits auf die kommende Weltcup- und WM-Saison."