Auf Streif und Ganslern hat sich viel verändert, seit in den 60er Jahren hier Skirennen ausgetragen wurden. Ein Blick in die Kitz-Chronik belegt die Entwicklung der Abfahrtszeiten und Geschwindigkeiten. Noch deutlicher fallen die Unterschiede auf, wenn man zum 70. Jubiläum der Hahnenkammrennen ganz an den Anfang blickt.

Rekordhalter: Fritz Strobl
In 1:51,58 fegte der Kärntner Fritz Strobl im Jahr 1997 über die Streif. Damit war er um fast drei Sekunden schneller als sein Teamkollege Günther Mader ein Jahr zuvor. „Ski laufen lassen und schnell runterfahren,“ lautete sein einfaches und logisches Erfolgsrezept. Vergleicht man Strobls Zeit mit jener von Jean Claude Killy aus dem Jahr 1967 (2:11,92), ergibt sich eine unglaubliche Differenz von 20,34 Sekunden. Der Franzose hätte damals erst knapp vor der Einfahrt zum Steilhang starten dürfen, um Fritz Strobls Zeit zu schaffen. Trotzdem wäre er wahrscheinlich langsamer gewesen, denn das Material in den 60er-Jahren war anders als heute. Zwischen den Durchschnittsgeschwindigkeiten der 60er und 90er-Jahre liegen rund 16 Stundenkilometer. „Im Steilhang hatte ich Angst, ich musste mich überwinden,“ musste Strobl 1997 im Ziel zugeben.

Viele prominente Rekordhalter
1937 war man noch deutlich länger unterwegs: In 3:53,10 Minuten hielt Lokalmatador Thaddeus Schwabl die Streif-Bestzeit immerhin zehn Jahre lang. Später schraubten klangvolle Namen wie Anderl Molterer, Karl Schranz, Jean-Claude Killy, Rolland Collombin, Franz Klammer, Harti Weirather oder Franz Heinzer an der Bestzeit - bis Strobl kam.

Ganslern: Immer schneller durch die Torstangen
Im Slalom vom Ganslernhang haben sich sowohl Geschwindigkeiten als auch die Anzahl der Tore verändert. Von 144 Toren zu Zeiten von Jean Claude Killy zu 110 Toren in der Gegenwart. Im Gegenzug hat sich der Speed zwischen den Toren fast verdoppelt. Waren Slalomartisten wie Anderl Molterer, Fritz Huber oder Ernst Hinterseer mit 23,74 km/h noch recht gemütlich unterwegs, so gab es in den 90ern mit 40,27 km/h die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit. Eine geänderte Slalom-Technik, die Verwendung von Kippstangen sowie deutlich kürzere Skier und die Taillierung haben dazu beigetragen.