Beim ersten Abfahrtstraining der Damen im italienischen Cortina d’Ampezzo hat sich Julia Mancuso die Bestzeit gesichert. Die US-Amerikanerin verwies dabei zwei Schweizerinnen auf die Plätze. Auch Maria Riesch zeigte im ersten Training eine gute Fahrt. Sie wurde Vierte.

Riesch ungewohnt schnell
Bei guten äußeren Bedingungen fand in Cortina d’Ampezzo das erste Training der alpinen Skirennläuferinnen statt. Die Bestzeit ging etwas überraschend an die US-Amerikanerin Julia Mancuso. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin brauchte auf der Piste 'Tofana' 1:40,17 Minuten und war damit 24 Hundertstel schneller als Fränzi Aufdenblatten aus der Schweiz. Auf den dritten Rang raste mit Nadia Styger (+0.44) ebenfalls eine Athletin von Swiss Ski. Nur eine Hundertstel langsamer als Styger war im ersten von zwei Trainingsläufen Maria Riesch. Damit zeigte die Partenkirchenerin gleich beim ersten Kräftemessen im Olympiaort von 1956, dass sie es nach den Erfolgen in den technischen Wettbewerben nun auch im Speed-Bereich wissen will, denn in der Vergangenheit ließ es Riesch vor allem in der ersten Trainingssitzung oft etwas langsamer angehen.

Platz sieben für Vonn
Ihre Dauerrivalin Lindsey Vonn musste sich dieses Mal noch hinter Ingrid Jacquemod (FRA, +0.47) , Chemmy Alcott (GBR, +0.55) und Fabienne Suter (SUI, +0.68) mit Rang acht begnügen. Dabei lag die US-Amerikanerin, die zuletzt beim Weltcup in Haus im Ennstal alle drei Speed-Rennen gewann, 82 Hundertstel hinter ihrer Landsfrau Mancuso. Allerdings lässt dieses Ergebnis nicht darauf schließen, dass Vonn ihre unglaubliche Siegesserie in der Abfahrt am Samstag (23.01.) nicht doch fortsetzen kann. Bei den letzten fünf Rennen in der Königsdisziplin stand Vonn auf dem obersten Podest.

Österreicherinnen erneut schwach
Die Speed-Damen aus Österreich stecken weiter in der Krise. Nach dem verletzungsbedingten Aus für Maria Holaus ruhen die Hoffnungen derzeit vor allem auf Elisabeth Görgl und Andrea Fischbacher. Beide fuhren im ersten Training aber hinterher. Beste des ÖSV war Görgl mit einem Rückstand von 1.34 Sekunden auf dem 18. Platz. Fischbacher wies im Ziel fast zwei Sekunden Rückstand auf und war damit sogar langsamer als Regina Mader (+1.61) und die junge Nicole Schmidhofer (+1.89).

Stechert abgeschlagen
Die zweite deutsche Starterin kam nicht über einen hinteren Platz hinaus. Gina Stechert erreichte in einer Zeit von 1:43,47 Minuten nur den 41. Rang. Am morgigen Donnerstag wird das zweite Training ausgetragen, bevor dann am Freitag im Super-G die ersten Weltcuppunkte vergeben werden.