Seit ihrem zweiten Lebensjahr steht Eva-Maria Brem auf den Brettern, die für sie die Welt bedeuten, ihren Ski. Wer so früh anfängt und Skifahren lernt, der muss Skirennläuferin werden, zumindest wenn man berücksichtigt, dass Eva-Maria Brem im Alter von zwei Jahren und drei Monaten ihrem Papa Friedrich solange auf die Nerven ging, bis er ihr Ski und Schuhe besorgte und mit seiner Tochter am 27. Dezember 1990 die ersten Schwünge vollzog.

Weltcupdebüt mit 17 Jahren
15 Jahre später sollte dann der Name Eva-Maria Brem erstmals in den Startlisten eines Weltcuprennens auftauchen. Am 29. Dezember 2005 gab die damals 17-Jährige ihr Debüt im Slalom von Lienz. Dort schaffte sie es allerdings noch nicht, sich für den zweiten Durchgang zu qualifizieren. Bereits eine Saison vorher schaffte Brem im Alter von 16 Jahren als Mitglied des ÖSV-Nachwuchskaders den Sprung auf das Stockerl im Europacup. Im schweizerischen Leukerbad wurde sie Zweite. Bei ihrer ersten Junioren-Weltmeisterschaft startete Brem in Kanada. In Mt. St. Anne gewann sie auf Anhieb Bronze im Riesenslalom. Der erste Europacupsieg folgte im Dezember 2006 in Norwegen - ebenfalls im Riesenslalom.

Weitere JWM-Medaillen und erste Weltcuppunkte
In der Saison 2006/2007 durfte die Schülerin dann zum zweiten Mal im Weltcup starten. Am 14. Januar 2007 fuhr Eva-Maria Brem auch gleich ihre ersten beiden Weltcuppunkte ein. In Altenmarkt wurde sie in der Super-Kombination 29. Dabei bewies das Nachwuchstalent ihre Vielseitigkeit, die sich auch darin wiederspiegelt, dass sie in Super-Kombi, Slalom und Riesenslalom eingesetzt wird. An gleicher Stelle fanden Ende der Saison auch die Titelkämpfe der Junioren statt. Zweimal Bronze lautete dabei ihre Ausbeute. In Riesenslalom und Super-G stand sie vor heimischer Kulisse auf dem Podium. Kurz danach gewann sie in Italien im Riesenslalom ihren zweiten Europacup.

Matura und Sprung in den A-Kader
Einen Winter später begann die Saison für sie mit einem Paukenschlag. Im kanadischen Panorama carvte die Österreicherin im Riesenslalom auf den fünften Rang. Ohnehin sollte die Saison 2007/2008 bei Eva-Maria Brem einiges verändern. Durch weitere gute Ergebnisse im Riesenslalom schaffte sie am Ende der Saison den Sprung in den österreichischen A-Kader. Bei der Junioren-WM in Formigal (ESP) gewann sie zum vierten Mal Bronze. Dieses Mal in der Super-Kombination. Zudem beschloss sie nach der Saison ihre Schullaufbahn mit der Matura ab und wurde Skiprofi.

Traum von Olympia erfüllt
Als Profi will sie nun ihrem Vorbild Renate Götschl nacheifern und im Weltcup möglichst Siege einfahren. Bisher reichte es zwar noch nicht für das Weltcupstockerl, aber aufgrund ihres vielseitigen Talents sollte Brem in der Zukunft der Sprung auf das Podium schaffen. Als ersten Erfolg kann sie in der Olympiasaison 2009/2010 die Erfüllung der Olympianorm verbuchen. Beim Riesenslalom in Lienz wurde die 21-Jährige Siebte und darf sich so auf Vancouver freuen.



Steckbrief:
Geboren: 13.09.1988
Nation: Österreich
Heimatverein: WSV Reith I. A.
Größe: 160 cm
Hobbies: Sport im Allgemeinen, Musik hören

Erfolge:
Ihr Weltcup-Debüt feierte Eva-Maria Brem in Lienz (AUT) am 29.12.2005. Dort nahm sie am Slalom teil und verpasste den zweiten Durchgang. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, SC=Super-Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
noch keine Teilnahme

Weltcup:
drei Top-Ten-Platzierungen