Die Ski Crosser haben in Innichen (ITA) einen gelungenen Auftakt in die Weltcupsaison gefeiert. Nach der Qualifikation am Sonntag ging es am Montag in die spannenden Finals. Dabei setzten sich Anna Holmlund (SWE) sowie Michael Schmid (SUI) am Ende durch.

Favoriten nicht im großen Finale
Holmlund bezwang im Finale Ashley McIvor aus Kanada und die große Favoritin Ophelie David (FRA). Vierte wurde Sophie Fjellvang-Sölling aus Dänemark. Das kleine Finale entschied Emilie Serain aus der Schweiz für sich. Bei den Herren gewann der Schweizer Michael Schmid das Rennen. Im Finale ließ er Xavier Kuhn (FRA), Casey Puckett (USA) sowie Audun Groenvold (NOR) hinter sich. Fünfter wurde Gesamtweltcupsieger Tomas Kraus aus Tschechien.


Manhard im Viertelfinale
Einen guten Einstand gab es für die deutschen Ski Crosser in Italien. Julia Manhard schaffte es ins Viertelfinale, wo sie dann als Vierte ausschied. Am Ende stand der neunte Rang für die Deutsche. Alexandra Grauvogl, Heidi Zacher und Sarah Reisinger überstanden nach erfolgreicher Qualifikation die erste KO-Runde nicht.

Grauvogl verletzt
Alexandra Grauvogl (SC Bad Wiessee) zog sich bei der Landung nach einem Sprung eine Verletzung zu. Laut erster Diagnose erlitt sie eine knöcherne Absprengung im Bereich des rechten Knies. Grauvogl befindet sich auf dem Weg nach Murnau, dort wird die Verletzung in der Klinik genauer untersucht.

Stickl Zehnter
Etwas überraschend schafften bei den Herren zwei Deutsche den Sprung in das Viertelfinale. Simon Stickl und Andreas Schauer mussten dort allerdings in einem Heat antreten und wurden Dritte und Vierte. Damit wurde Stickl im Endergebnis Zehnter, während Schauer auf Rang 15 kam. Martin Fiala auf Rang 18 und Thomas Fischer (Platz 27) überstanden ebenfalls die Qualifikation, scheiterten aber in der ersten KO-Runde. Mit diesen Leistungen haben Manhard, Stickl und Schauer die halbe Olympia-Norm gleich zu Beginn der Saison geschafft.

DSV-Trainer zufrieden und bestürzt
Heli Herdt, Sportlicher Leiter Ski Cross beim Deutschen Skiverband, äußerte sich zufrieden über den Verlauf des ersten Wettbewerbs auf Weltcup-Ebene: "Von der sportlichen Warte aus gesehen haben sich unsere Aktiven sehr gut präsentiert. Einige Entscheidungen waren sehr knapp, Damen und Herren waren nah dran an noch besseren Resultaten. Die Verletzung von Alex Grauvogl ist aber ein schwerer Schlag. Sie ist sehr gut in Form, jetzt müssen wir das Ergebnis der Untersuchungen in Murnau abwarten." Trainer Alex Böhme attestiert seinen Damen und Herren, "dass sie mit der starken internationalen Konkurrenz mithalten. Wir wissen jetzt wo wir stehen - wir sind absolut konkurrenzfähig."

Schon am Dienstag, den 22. Dezember steht in Innichen das zweite Rennen auf dem Programm.