Tomas Kraus ist Gesamtweltcupsieger im Ski Cross und der Topstar bei den Herren. Im Interview mit Ski2b stellt er klar, was für ihn in diesem Jahr Priorität hat und erklärt, ob ihn die Finanzkrise auch betroffen hat.

Ski2b.com: Hallo Tomas, der Start der Weltcup-Saison steht kurz bevor. Wie ist deine Vorbereitung gelaufen? Konntest du alles so umsetzen, was du dir vorgenommen hast?
Tomas Kraus: In der Vorbereitung war alles okay. Ich war bei einem Trainingscamp in Argentinien und dann im Herbst gab es noch das Gletschertraining. Ich habe in diesem Jahr viel mehr Zeit auf Schnee verbracht und auf Ski Cross Kursen. Aber generell mache ich mir derzeit noch überhaupt keinen Stress, denn das absolute Highlight der Saison ist Ende Februar in Vancouver.

Ski2b: Du sprichst Olympia an. Dies wirft seine Schatten bereits voraus. Fieberst du auch schon den Spielen entgegen?
Tomas: Olympia ist sicher ein Höhepunkt der Saison, aber dann doch noch etwas weit weg. Für mich zählen jetzt erst einmal die ersten Rennen der Saison und das ich einen guten Start habe in den Winter.


Ski2b: Wirst du denn versuchen, deinen Titel im Weltcup zu verteidigen oder deine volle Konzentration auf Olympia richten? Wie ist da dein Plan?
Tomas: Ich werde es sicher versuchen, da es immer eine schöne Belohnung am Ende der Saison ist, wenn man die Kugel gewinnt. Aber in diesem Winter, bei dem wir zum ersten Mal bei Olympia sind, ist das wirklich nicht so wichtig.

Ski2b: Im Weltcup sind immer mehr Nationen vorne vertreten z.B. Kanadier, Schweizer usw. Warum haben diese Nationen aufgeholt in den letzten Jahren? Was sind hier die Gründe glaubst du?
Tomas: Die einzelnen Verbände investieren mehr Geld, Zeit und Energie in die Sportart. Wenn man alles zusammen nimmt, kann das Erfolge für das ganze Team mit sich bringen. Daher sieht man auch mehrere Nationen vorne.

Ski2b: Die Finanzkrise wird auch an den Ski Crossern nicht spurlos vorüber gehen. In wie weit trifft dich das? Was hat das für Auswirkungen auf das Sommertraining gehabt?
Tomas: Schwer zu sagen. Meine Sponsoren und Unterstützer sind starke und gut etablierte Firmen. Sicher kann man besser sein und mehr investieren. Aber bei meinem Sommer- und Herbsttraining hat mich die Krise nicht gestört. Ich konnte alles so durchziehen, wie ich es vorhatte.

Ski2b: Tomas, vielen Dank für das Interview und alles Gute für den Weltcup-Auftakt.