"Schlimmer, als erhofft - nicht so arg, wie befürchtet", so fasste Rainer Schönfelder das Ergebnis seiner MR-Untersuchung in Wien zusammen. Bei der unglücklichen Landung nach dem "Harrier"-Sprung auf der "Birds of Prey" erlitt er einen Einriss des linken Meniskus. Am Sonntag unterzog sich Schönfelder einer Athroskopie in einer Wiener Privatklinik.

"Ein Routineeingriff ohne Komplikationen"
"Ich kann das Bein jetzt strecken, das war vorher nicht möglich: Mehr kann ich noch nicht sagen, außer dass es angenehm ist, ausgeschlafen zu sein", klingt Rainer Schönfelder nach seiner Operation in der Wiener Privatklinik recht gut. Operateur Rudi Schabus, der die Arthroskopie an Schönfelders verletztem linken Knie durchgeführt hat, ist mit dem Verlauf zufrieden: "Ein Routineeingriff ohne Komplikationen." Fraglich ist, wie sich der extreme Bluterguss in Rainer Schönfelders Knie weiter verhalten wird: "Möglich, dass da noch einmal punktiert werden muss, aber das wird sich erst weisen - fürs Erste geht´s mir gut und heute soll ich schon zum ersten Mal aufstehen ..."

Schöni setzt jetzt auf Therapie mit Lichtmedizin-Geräten
Unterdessen läuft das Therapieprogramm für Rainer Schönfelder an, oder, wie er sagt: "Eigentlich geht die Therapie ja nur ein Stückl weiter oben am Bein auch weiter." Damit spielt er auf seine nach wie vor nicht ausgeheilte Verletzung am linken Schienbein an, wo bei einem Sturz vor mehr als einem Jahr in Sölden die komplette Nervenstruktur zerstört worden war. Erste Maßnahmen wie etwa Lymphdrainage werden noch heute in der Wiener Privatklinik gesetzt. Dann wird sich ein ganzer (durch die Verletzungen der letzten Jahre bestehender) Stab an Therapeuten und Spezialisten um seine rasche Rehabilitation bemühen.

High-Tech-Elemente aus dem 'Recreation Home' in die Wohnung?
Schönfelders 'Recreation Home' wurde bereits nach Wien transferiert - Schönfelder: "Ich hatte zwar gehofft, dass ich es heuer hauptsächlich zu regenerativen Zwecken einsetzen werde - jetzt ist leider alles anders, aber gottseidank steht es zur Verfügung." Derzeit wird gerade erwogen, ob Rainer Schönfelder direkt im 20-Tonnen-Truck therapieren wird, oder ob Teile des medizinischen High-Tech-Equipments dort aus- und in Rainer Schönfelders Wiener Wohnung wieder aufgebaut werden: "Das ist eine logistische Frage, weil es ja kaum möglich ist, den Truck in der Innenstadt irgendwo abzustellen." Geschwindigkeit zählt: "Ich setze bei der Therapie jetzt primär auf die Lichtmedizin, damit habe ich - gerade bei traumatischen Verletzungen - schon unglaubliche Erfahrungen gemacht. Natürlich unterstützt von Manualtherapie, soweit das geht."

Wann kehrt Schöni zurück?
Ab heute ist übrigens auch wieder Rainer Schönfelders Lieblingstherapeutin in Wien: Partnerin Manu kehrt früher als geplant von einem internationalen Osteopathie-Kongress in London wieder zurück, um zu Rainer in die Wiener Privatklinik zu eilen. Die große Frage: Wann kehrt er auf die Skipisten zurück? Rainer Schönfelder bleibt dabei: "Es macht keinen Sinn jetzt irgendetwas zu sagen: Ich muss spüren, wann ich so weit bin. Ich muss entscheiden, wann ich wieder auf Skier steig und wann ich wieder Rennen fahre. Ich bitte um Verständnis: Aber das lässt sich jetzt nicht abschätzen ..."