© Doug Haney U.S. Ski Team
Beim Weltcup in Beaver Creek haben zwei Athleten die Chance, an alte Erfolge anzuknüpfen. Für Bode Miller und Aksel Lund Svindal ist die Saison bislang kaum nach Wunsch verlaufen. Wer kann den Trend umbiegen?

Rückkehr zu alten Erfolgen?
Bode Miller kennt Beaver Creek wie seine Westentasche. Sein Heimrennen hat er immerhin bereits dreimal gewonnen, zweimal in der Raubvogel-Abfahrt, einmal im Riesenslalom. Zuletzt stand Miller 2006 hier ganz oben. Doch zunächst muss der Amerikaner in diesem Jahr die letzten Rennen wegstecken.



"Man muss bereit sein"
"Es war deprimierend beim letzten Training Zweiter zu sein und im Rennen dann 29, zu werden", bilanzierte Bode Miller seinen Ausflug nach Lake Louise, hatte aber auch Gründe für sein schlechtes Abschneiden. "Es hat über Nacht geschneit, das ändert alles. Das Licht war am Renntag auch sehr schlecht. Dazu war es windig - ich habe nichts sehen können", so Miller in seinem Blog. Seine Erwartungen für Beaver Creek sind auch gedämpft. Neben vielen Sponsorenterminen sei auch die Familie vor Ort dabei. Bei gutem Wetter rechne er sich aber Chancen aus. Und falls das Wetter schlecht wird? "Man muss eben einfach bereit sein." Das klingt noch nicht nach dem selbstbewussten Bode Miller, den man kennt.

"Besser ein Fehler, als einfach langsam"
Aksel Lund Svindal schnitt auch nicht gut ab, war aber dennoch guter Dinge. "Ich hatte einen großen Fehler in der Abfahrt und habe dass den Lauf verhauen", bilanziert er in seinem Blog. Aber: "Es ist besser, schnell zu sein und einen Fehler zu machen, als schlicht langsam zu sein." Auch den Verlust des roten Trikots im Super-G konnte Svindal verschmerzen: "Ich werde zurückkommen und darum kämpfen", schrieb er. Das zuletzt verletzte Bein scheint ihm kaum noch Probleme zu bereiten, und das "obwohl es sehr ruppig war ich ich zu 100 Prozent angegriffen habe". In Beaver Creek, das ja in den letzten Jahren für Svindal immer große Erfolge oder schwere Verletzungen bereit hielt, muss man sicher mit dem Norweger rechnen.