© Francis BOMPARD/AGENCE ZOOM
Nach einer schweizerischen Durststrecke im alpinen Skirennsport, tat der Verband Swiss Ski einiges, um wieder erfolgreich zu sein. Von den verbesserten Förderungsbedingungen profitierte auch Sandro Viletta. Der junge Eidgenosse ist ein Techniker, der auch im Speed immer besser wird.

Bronze bei den Junioren
Nach 2004 und 2005 nahm Sandro Viletta auch 2006 an den Junioren-Weltmeisterschaften teil. Anders als bei seinen ersten beiden Auftritten, bei denen er im Slalom und Riesenslalom jeweils ausschied, schaffte er es im kanadischen Mt. St. Anne endlich ins Ziel. Im Slalom behielt der 20-Jährige den Durchblick und gewann Bronze.

2006/2007 erste Saison im Weltcup
Nach zahlreichen Starts im Europacup hatte sich Sandro Viletta 2006 endlich sein Debüt im Weltcup verdient. Im ersten Slalom der Saison 2006/2007 im finnischen Levi war es dann soweit: Der Fußball-Fan durfte erstmals Weltcup-Luft schnuppern. Allerdings schied der junge Schweizer im ersten Durchgang aus. Ende der Saison gab es dann endlich etwas Zählbares für Viletta. Beim Slalom auf dem Gudiberg in Garmisch-Partenkirchen carvte er auf den 16. Rang und freute sich über seine ersten Weltcup-Punkte.

Bester Schweizer auf dem Chuonisbärgli
In der Saison 2008/2009 schaffte Viletta sein bisher bestes Weltcup-Resultat. Der Eidgenosse verpasste im Riesenslalom auf dem schwierigen Chuonisbärgli im heimischen Adelboden als Vierter nur ganz knapp das Stockerl. Die frenetischen schweizerischen Skifans feierten ihn lautstark, denn immerhin war der Youngster bester Swiss-Ski-Athlet. Bei der WM in Val d´Isere reichte es in der Super-Kombi immerhin zu Platz sechs.

Erste Speed-Saison 2010/2011
2009/2010 konnte Viletta seine Position im Riesenslalom stabilisieren. Als 16. schloss er seine Disziplin am Jahresende ab. Die Olympischen Spiele in Kanada beendete er als 14. und 15. (Kombi und Riesenslalom) ebenfalls in dieser Größenordnung. In die WM-Saison 2010/2011 stieg er später ein und versuchte sich vermehrt im Speed - mit verhaltenem Erfolg. Platz sieben im Super-G von Hinterstoder und dafür kaum gute Resultate im 'Riesen' - Viletta musste weiter auf den Sprung auf ein Podium warten. Die WM selber brachte nur einen 22. Platz. Es sollte besser kommen.

Erster Weltcup-Sieg in Beaver Creek
Seinen ersten Weltcup-Sieg feierte er in Beaver Creek 2011, als er mit der Startnummer 30 im Super-G alle Favoriten hinter sich ließ und völlig überraschend gewann.

Steckbrief
Geboren: 23.01.1986
Größe: 177 cm
Gewicht: 78 kg
Hobbies: Fußball, PsP, Beach Volley
Nation: Schweiz
Heimatverein: Samnaun