Gerhard Blöchl, Olympionike und mehrfacher Deutscher Meister in der Buckelpiste, zeigt Euch wie Ihr mit einfachsten Übungen in kürzester Zeit mehr Spaß und Sicherheit beim Skifahren haben werdet.

Die einbeinige Kniebeuge!
Gerhard zeigt mit der einbeinigen Freihantelkniebeuge eine der effektivsten Übungen für den Skisport überhaupt. Sie eignet sich sowohl für den Breitensportler wie auch für den Weltcup-Fahrer. Großvater und Enkel können beide eine Kniebeuge ausführen, zu differenzieren ist lediglich in der Wahl des Gewichtes und in der Anzahl der Wiederholungen. Seit Jahrzehnten im Leistungssport erprobt, hat sie zahlreiche Skifahrer aller Disziplinen bis zur Weltspitze geführt. Wissenschaftliche Tests an verschiedenen Sportuniversitäten haben gezeigt, dass freie Mehrgelenksübungen wesentlich bessere Resultate erzielen, als je durch eingelenkiges Krafttraining an herkömmlichen Fitnessgeräten erreicht werden kann.

Bewegungsbeschreibung:
- anfänglich nur mit der leeren Stange ohne Gewichte oder einem Besenstiel üben
- Hauptaugenmerk: ein gerader Rücken
- Bauchmuskulatur anspannen
- beim Hocken einatmen, der Blick ist dabei gerade nach vorne gerichtet
- kehrt die Bewegung um, sobald der Oberschenkel waagerecht ist und atmet beim Aufstehen aus



Belastung:
Tastet Euch langsam heran und übt anfangs nur mit der Stange, bevor Ihr das Gewicht langsam steigert. Legt den Fokus auf eine gute Technikausführung. Für Anfänger empfiehlt Gerhard circa 30 Wiederholungen. Um so näher die Skisaison dann kommt, verringert Ihr die Wiederholungszahl und erhöht das Gewicht. - Keine Scheu vor wenig Gewicht! - Ihr trainiert so bereits intensiver als viele Sportler in herkömmlichen Fitnessstudios. Dort bewegen Sportler oft nur wenige Eisenscheiben auf einem Schlitten und liegen selbst passiv in der Maschine.

Packen Sie es richtig an!
Schon nach wenigen Wochen werdet Ihr mehr Kraft und Stärke verspüren. Dies liegt zu Beginn vor allem an der besseren Koordination der Beinmuskulatur und erst später an tatsächlichem Kraftzuwachs. Stellt Euch jetzt schon vor, Ihr habt in diesem Winter bei jedem Schwung 20 Prozent mehr Kraftreserven. Dies ist mit weniger Zeitaufwand zu erreichen als man denkt!

Erst nach einer ausreichenden Stabilisierung des Rumpfes solltet Ihr dann schwerere Gewichte verwenden. Für Gerhard ist das Training des Körperkerns (Core Strength) nicht nur in seinem Leistungssport wichtig, sondern auch eine Sportphilosophie. Ab November wird er mit seinem Bruder Armin Blöchl (Sportlehrer an der Universität der Bundeswehr) und Dr. Aly Sabri (Mannschaftsarzt der Deutschen Ski Freestyle Nationalmannschaft) sein Trainingskonzept im ersten Dr. Core Sportclub in München anbieten: www.dr-core.com