Anna Fenninger zählt spätestens seit dem WM-Titel 2011 zur Elite im Damen-Team des ÖSV. Die Salzburgerin gab beim Slalom in Levi (FIN) 2006 ihr Debüt im Weltcup und ist seitdem kontinuierlich auf dem Vormarsch.

Fenninger ein Jahrhunderttalent
Es dauerte sieben Rennen bis sie erstmals das Ziel im Weltcup erreichte - mit 18 Jahren wurde sie in Cortina d'ampezzo (ITA) 16. Nach den ersten Rennen, die die Motocross-Liebhaberin in den technischen Wettbewerben bestritt, wurde das Jahrhunderttalent dann auch vermehrt in den schnellen Disziplinen eingesetzt. Von diesem positiven Urteil einiger Trainer unberührt, raste der Teenager in seiner zweiten Saison dann erstmals in die Top Ten. Der vierte Platz in der Super-Kombination von St. Anton bewies, dass Fenninger eine Allrounderin ist.

Dreifache Junioren-Weltmeisterin
Neben ihrem Weltcup-Debüt feierte Anna Fenninger 2006 auch ihren ersten Junioren-Weltmeistertitel. Acht Monate vor dem Slalom von Levi raste sie im kanadischen Le Massif zu Gold. Zwei Jahre später konnte sie sich auch bei der Nachwuchs-WM in Formigal (ESP) in Riesenslalom und Kombination die Goldmedaille sichern.

Erstes Weltcup-Podium in Cortina 2009
Die Saison 2008/2009 brachte dann den Durchbruch. Nach dem Jahreswechsel raste Anna Fenninger im Super-G von Cortina d'Ampezzo erstmals auf das Weltcup-Podium. Zwei Tage nach dem zweiten Platz im Weltcup, gewann sie einen Slalom im Europacup und avancierte immer mehr zu einer guten Allrounderin.



Vielstarterin bei erster WM
Aufgrund der Verletztenmisere im ÖSV bei der WM im französischen Val d'Isère 2009 wurde die 19-Jährige zur Vielstarterin. Dabei schaffte sie sogar zwei Top-Ten-Plätze. Im Super-G verpasste sie als Vierte bei ihrer ersten WM eine Medaille nur ganz knapp. Und auch in der Super-Kombination wusste die Österreicherin als Siebte zu überzeugen. Auf jeden Fall können sich nicht nur die Alpenländer auf eine große Zukunft von Anna Fenninger freuen, denn mit seiner liebenswerten Art ist das Talent für alle Skifans eine Freude.

Karge Ausbeute in der Olympia-Saison
Nach dieser turbulenten Saison fiel Fenninger in ein erstes kleines Loch. Nicht viel gelang ihr im Olympia-Winter 2010. Beim Großereignis selbst kam sie über 16. Plätze nicht hinaus. Im Weltcup ging es abseits eines vierten Platzes in Lake Louise nicht in die Nähe des Siegertreppchens. Um so erfreulicher kam dann die Leistungssteigerung 2010/2011: Konsequent arbeitete sich die Österreicherin nach vorne und stand in Cortina und Zauchensee als Dritte auf dem Stockerl.

WM-Highlight: Goldmedaille in Garmisch
Dennoch hatte sie anlässlich der Super-Kombination zur WM 2011 wohl keiner so richtig auf der Rechnung. Fenninger fuhr eine starke Abfahrt und einen couragierten Slalom und siegte hauchdünn. Gold war gewonnen - es war ihr erster großer Sieg überhaupt.

Weltcup-Erfolg im Riesenslalom
Aber auch im Weltcup sollten Erfolge nciht lange auf sich warten lassen. Nach gutem Saisonauftakt war es Ende Dezember im Riesenslalom von Lienz soweit: Fenninger triumphierte.