Am 29, Oktober 2009 feiert der neue Warren Miller Film "DYNASTY" in München seine Premiere. Im Vorfeld sprach Moving Adventures mit der Freeskierin Lorraine Huber über ihre Erlebnisse bei den Dreharbeiten.

Frage: Wie kam es dazu, dass du im neuen Warren Miller Film mitfährst?
Lorraine Huber: Ich kam über meinen Skisponsor Kästle dazu. Kästle bietet im Rahmen der Kästle Adventure Tours Skireisen mit Kästle Pro Team Athleten in ganz besonderen Destinationen an, darunter auch in den Lyngenalpen. Karine Falck-Pedersen und ich sollten zusammen mit Chris Davenport, alles Kästle-Fahrer im Kästle Pro Team, ein Segment in den Lyngenalpen mit Warren Miller filmen.

Frage: Was ist für dich das Besondere an Warren Miller Skifilmen im Vergleich zu anderen Skifilmen?
Lorraine: Die Tatsache, dass Warren Miller nun 60 Jahre lang Skifilme produziert, ist schon etwas ganz besonderes! Seine Filme erreichen Menschen rund um die Welt, wie kein anderer Skifilm das schafft. Bei so einem Film dabei sein zu dürfen, sehe ich als das absolute Highlight in meiner Freeski-Karriere - bisher.


Frage: Jeder Außenstehende denkt, dein Job ist einfach nur ein Traumjob. Mit Sicherheit gibt es aber auch Momente, in denen so ein Dreh sehr harte Arbeit ist. Was sind für dich die tollsten Seiten am Job und was die schwierigsten?
Lorraine: So ein Filmdreh kann wirklich harte Arbeit sein. Wir sind meist um 5 Uhr früh aufgestanden und filmten von 7 bis 21 Uhr. Solche langen Tage auf Skiern habe ich zuvor noch nie erlebt, ich war erschöpft danach und wollte nur noch etwas essen und schlafen gehen. Aber generell stimmt das schon, als professionelle Freeskierin tätig sein zu dürfen ist wirklich mein Traum, und ich kann mir nichts besseres vorstellen als genau das zu tun was ich jetzt mache: Skifahren, Reisen und mich ständig weiterentwickeln. Die tollsten Seiten des Jobs sind die besonderen Erlebnisse, die ich mit meinen Freunden in den Bergen teile - an Plätzen die ich sonst nie sehen würde. Die schwierigsten Seiten an dem Job sind die Verletzungen, denen man früher oder später kaum aus dem Weg gehen kann sowie die Gefahren, denen man zwangsweise ausgesetzt ist, wie Lawinen, etc.

Frage: Erzähl von eurem Dreh in Norwegen: Wo wart ihr genau, was habt ihr erlebt und was hat dich am meisten fasziniert?
Lorraine: Der Filmdreh fand vom 24. April bis 3. Mai 2009 statt. Wir flogen von Zürich nach Tromsø/Norwegen, wo wir die ganze Filmcrew trafen. Von Tromsø fährt man ca. 2,5 Stunden nach Lyngen, ganz im Norden Norwegens, und zwar 69 Grad Nord! So weit nördlich, oberhalb des Polarkreises, bin ich vorher noch nie gewesen. Unsere Basis war direkt an dem Lyngen Fjord in der Lyngen Lodge.
Beim Dreh waren gleich drei Kameraleute vor Ort, um die ganzen Shots perfekt einfangen zu können - eine wirkliche Ausnahme im Vergleich zu sonstigen Shootings. Ziel des Drehs war es, die faszinierende maritime Bergwelt der Lyngenalpen mit seinen vielfältigen Abfahrtsmöglichkeiten in einmaliger Landschaft zu porträtieren.
Der Aufstieg der Skitouren dauerte in der Regel 4 bis 6 Stunden und die Belohnung war einfach unglaublich: Atemberaubende Abfahrten lagen vor uns mit feinstem Pulverschnee, dazu das Panorama mit dem Lyngen-Fjord zu unseren Füßen. Hier Skifahren zu gehen, ist fast unbeschreiblich - es ist eine so einzigartige Landschaft, in der schneebedeckte Berge und kristallblaues Meer aufeinandertreffen.

Frage: Falls du darüber informiert bist: Welche Beiträge gibt es sonst noch im neuen Streifen "Warren Miller’s DYNASTY" - welche findest Du am Faszinierendsten?
Lorraine: Es soll einen Teil geben über Skifahren in China, das interessiert mich persönlich sehr und ich bin unheimlich gespannt darauf. Gesehen hab ich das Material aber leider auch noch nicht.

Mehr Infos zu Waren Miller's "DYNASTY" gibt es hier.

Den spektakulären Trailer zum Film könnt ihr euch hier ansehen!