Während in Norddeutschland der Frühling für warme Temperaturen sorgt, lieferten sich die besten Teams beim Synchro Ski World Cup ein spannendes Saisonfinale bei konstanten -2°C im Snow Dome Bispingen. Mit den Bedingungen auf dem Heidegletscher kamen am Samstag, 18.April 2009, die Österreicher Hans-Peter Steiner und Horst Simonlehner am besten zurecht. Sie sicherten sich gegen die Schweizer André und Pirmin Riesen im Finale den World Cup Sieg in Bispingen und damit auch verdient den Weltmeistertitel. Die Lokalmatadoren Stefan Moldenhauer (Hamburg) und Volker Rauschert (Bispingen) erreichten den elften Platz in der Tageswertung.

12jährige Ski-Partnerschaft
Die Freude der neuen Weltmeister, Steiner/Simonlehner (Ramsau am Dachstein), war nach dem Titelgewinn riesengroß: "Dieser WM-Titel steht über allen World Cup Erfolgen und krönt unsere 12jährige Ski-Partnerschaft im Synchro-Ski und Tiefschneewettbewerben", erklärt Horst Simonlehner. "Genau am gleichen Tag vor zehn Jahren wurden wir Mannschaftsweltmeister, mussten uns aber in den Team-
Wettbewerben dreimal mit dem Vize-Weltmeistertitel begnügen. Jetzt haben wir unser großes Ziel erreicht und werden heute Abend entsprechend feiern", führten
die neuen Weltmeister weiter aus. Das Team belegte nach ihrem Sieg beim Saisonauftakt bei allen World Cups einen Podiumsplatz und besiegelte mit dem Sieg in Bispingen endgültig ihre Gesamtführung der WM. Den zweiten Platz des Tages und in der WM-Gesamtwertung erreichten die Schweizer Brüder André und Pirmin Riesen aus Davos. Den dritten Podiumsplatz sicherten sich Roman Haselsberger und
Markus Kogler (Fieberbrunn/Österreich).

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"Auf dieser Piste wird jeder Fehler sofort bestraft"
Die Pistenbedingungen im Snow Dome Bispingen wurden von allen Aktiven gelobt, denn von den Vorrunden bis zum Finale hielt die Piste den Beanspruchungen stand. Die Zuschauer waren vom ersten Lauf an, von dieser attraktiven Disziplin
begeistert. Der Wettbewerb zwischen perfekter Harmonie sowie Skitechnik und dem direkten Kampf gegen die Zeit und das gegnerische Team brachte spannende Rennen in den Norden. Vor allen Dingen die so wichtige Synchronität, die 50 Prozent der Wertung ausmacht, war für alle auf den ersten Blick sichtbar. Am perfektesten lösten dies Steiner/Simonlehner, die sich aber starker Konkurrenz erwehren mussten. "Auf dieser Piste wird jeder Fehler sofort bestraft", erklärt Juror und Slalom-
Weltmeister Frank Wörndl. "Wenn man einmal zuviel Kantendruck gibt, fehlt die Geschwindigkeit und das Team hat keine Chance mehr wieder in den Rhythmus zu kommen. Ich bin aber begeistert vom Synchro Ski World Cup und alle Teams
haben eine große Performance geleistet. Es müssen so viele Faktoren zusammenpassen, um hier vorne dabei zu sein. Neben der perfekten Skitechnik muss man jahrelang mit seinem Partner trainieren, um diese Synchronität zu erreichen. Das
ist etwas ganz anderes als beim Slalom, wo man als Einzelkämpfer versucht so direkt wie möglich an die Stangen heran zu fahren."

Im nächsten Jahr greifen wir aber wieder an
Die deutschen Farben haben Skischulleiter Stefan Moldenhauer und Shop-Manager Volker Rauschert vom Snow Dome Bispingen würdig vertreten. Nach nur sechs Wochen Training für diesen anspruchsvollen Wettkampf, zeigten sie vor allen Dingen in ihrem zweiten Durchlauf, dass sie sehr gut mithalten können. Durch zwei Torfehler verpassten Moldenhauer/Rauschert allerdings den Einzug in die nächste
Runde. "Die Fehler ärgern einen schon, aber insgesamt können wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein. Die anderen Teams haben langjährige Erfahrungen und so einen Vorsprung holt man nicht in einer Saison auf. Im nächsten Jahr greifen wir aber wieder an und haben den Vorteil das ganze Jahr durchgehend trainieren zu können, erklärte Stefan Moldenhauer nach der Siegerehrung.

Wiederauflage des Synchro Ski World Cup
Mitorganisator Siggi Grüner bedankte sich bei allen World Cup Orten, die in diesem Jahr zum Erfolg der Wiederauflage des Synchro Ski World Cup beigetragen haben. Matthias Schönfeld, Geschäftsführer des Snow Dome Bispingen, blickte bereits auf den nächsten World Cup: "Wir sind sehr froh, das Vertrauen bekommen zu haben, eine solch hochrangige Veranstaltung bei uns auszurichten. Für das nächste
Jahr sind wir gerüstet und haben bereits die ersten Gespräche geführt."

Erfolgreiches Revival
Der Synchro Ski World Cup erlebte nach einigen Jahren Pause in diesem Jahr ein erfolgreiches Revival. Die Worldcup-Tour 2009 startete in diesem Jahr in Samnaun (Schweiz). Die weiteren Austragungsorte waren im Januar Wildschönau (Österreich), im Februar Lenk (Schweiz) und im März Ramsau am Dachstein (Österreich). Der Synchro Ski World Cup wird von der Synchro Ski Association (SSA) veranstaltet. Dahinter stehen Siggi Grüner, Christoph Brugger, Hans Peter Steiner, Horst Simonlehner sowie Christian Metz - allesamt erfolgreiche und hoch dekorierte ehemalige Synchro- und Tiefschneeartisten.