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Die FIS-Renndirektoren Günter Hujara und Atle Skaardal sind für die Organisation der Herren- und Damenrennen im Weltcup verantwortlich. Gegenüber dem FIS-Newsflash zogen sie ihre Winterbilanz 2008/2009.

Hujara: Neue Sicherheitsstandards gesetzt
"Unser Ziel vor der Saison war es, neue Standards in Sachen Sicherheit, Streckenvorbereitung und allgemeiner Organisation zu setzen", so Günter Hujara. "Ich denke, dieses Ziel haben wir erreicht." Die Arbeit mit den Organsationskomittees im Sommer habe zu guten Ergebnissen geführt, die nun auch dokumentiert seien, ergänzte der Renndirektor der FIS. Positiv sei auch das hohe Zuschauerinteresse gewesen, auch die sportlich knappen Ausgänge bei den Herren und die vielen verschiedenen Sieger wertet Hujara als positiv für den Skisport. Zudem habe sich die Kommunikation mit den Athleten verbessert.

Albrechts Sturz negativer Höhepunkt
Als negatives Highlight benennt Hujara den Crash von Daniel Albrecht in Kitzbühel. "Wir wünschen ihm alles Gute für die Genesung. Leider kann man solche Unfälle nie völlig ausschließen, ganz egal, was wir als Veranstalter tun", erklärt er. Es habe aber nur wenige ernsthafte Unfälle gegeben, die Anzahl der Stürze allgemein habe sich im normalen Rahmen bewegt. Zu überdenken sei dagegen der Status des Nations Team Events. Der sei laut Hujara bei Großveranstaltungen wie der WM kein Problem, aber im Weltcup schon, das habe die Zahl von nur fünf Teilnehmern in Are gezeigt.

Skaardal: Überwiegend positiv
Auch Atle Skaardal zog ein grundsätzlich positives Fazit. "Es war sehr anspruchsvoll aus sportlicher Sicht wegen des vielen Schnees. Generell ist viel Schnee natürlich gut, aber am Renntag bedeutet es viel Arbeit", so der Norweger. Zudem waren gerade die großen Events Erfolge - gemessen an den Zuschauerzahlen vor Ort und den Einschaltquoten im Fernsehen. Skaardal merkt aber auch an, dass man Wachstumsmärkten weiter Raum zum Wachsen geben will und benannt dabei die Rennen in La Molina (SPA) und Bansko (BUL). Das Ziel müsse sein, so viele Zuschauer wie möglich zu gewinnen, daraufhin werde der Rennkalender weiter geprüft.

Offene Fragen
Zwei Themen sind für Skaardal noch offen: Zum einen sei die Auswirkung der Finanzkrise noch nicht absehbar, auch wenn die Bilanz dieses Winters sich ausgeglichen darstelle. Zum anderen sei die Sturzbilanz auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. "Uns ist klar, dass dieses Level zu hoch ist, aber wenigstens steigt es nicht mehr. Wir müssen in Zukunft nach Wegen suchen, den Wert zu reduzieren."

Fazit: Weltcup weiter stärken
"Der FIS alpine Weltcup ist die am besten organisierte und etablierte Rennserie im Skisport. Wir werden weiter stadtnahe Events wie den in Moskau abhalten. Aber alle Events müssen das Ziel haben, die Weltcup-Tour zu stärken", schließt Hujara.