Der Schweizer Skiverband hat einen Nachfolger für den nach Frankreich abgewanderten Patrice Morisod gefunden. Kevin Francis aus den USA hört auf, Sotschi geht das Geld aus - hier sind die Ski-Splitter.

"Interessante Perspektive"
Mauro Pini ersetzt Patrice Morisod - damit hat Pini, der zuvor Privatcoach des Supertalents Lara Gut war, nun Didier Cuche und Didier Defago als 'Zöglinge'. "Durch den Weggang von Patrice Morisod hat sich bei Swiss-Ski eine interessante Perspektive für mich ergeben. Eine solche Gelegenheit eröffnet sich einem nicht jeden Tag", begründet der 44 Jährige seine Entscheidung. Morisod wird künftig in Frankreich das Speed-Team betreuen. Das Privatteam von Lara Gut muss sich hingegen einen neuen Trainer suchen.

Kevin Francis tritt zurück
US-Rennfahrer Kevin Francis hat seinen Rücktritt vom alpinen Skisport erklärt. "Ich habe mich viele Jahre darauf auf meine Rolle als Skirennfahrer konzentriert. Es ist tatsächlich aufregend, nun den nächsten Schritt in meinem Leben zu gehen", erklärte Francis, der nun einen Geologieabschluss im Dartmouth College anstrebt. Seine sportlichen Erfolge auf höchstem Niveau waren allerdings wenig auffällig: Francis wurde vor allem durch zwei Verletzungen in den Jahren 2004 und 2006 zurückgeworfen. Im letzten Winter stand er im US Super-G-Kader, schaffte aber letztlich nie den Sprung unter die besten 30.

Sotschi braucht Geld
Das klang bei der Bewerbung noch ganz anders: Sotschi, Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2014, droht das Geld auszugehen. Das Budget für 2009 wurde infolge der Weltwirtschaftskrise drastisch gekürzt. Nun fehlen Gelder für den Ankauf von Grundstücken, außerdem werden weiterhin Investoren für den Bau der Sportanlagen gesucht. Das Prestigeobjekt Olympia droht so zu einem heiklen Finanzakt für den Staat Russland zu werden. Noch ist allerdings ausreichend Zeit, um das Olympia-Ressort aus dem Schwarzmeernichts zu stampfen.