Während die deutschen Titelkämpfe nach der Absage der letzten Rennen am Pitztaler Gletscher bereits abgeschlossen sind, haben noch nicht alle Ski-Asse die Freigabe für den lang ersehnten Urlaub. ski2b wirft einen Blick auf die Meisterschaftsrennen der großen Ski-Nationen.

Österreich: Reichelt gewinnt im Super-G
Am 23. März holten die Österreicher den in Lackenhof am Ötscher ausgefallenen Super-G nach - Meister wurde dabei Hannes Reichelt vor Klaus Kröll und Stefan Görgl. In Saalbach kamen auch die Damen zum Zug. Nicole Schmidhofer hatte in 1:20,29 Minuten die beste Zeit, erst rund eine Sekunde später kam Stefanie Köhle ins Ziel. Ohne die etablierten Stars - die 23-jährige Köhle war schon eine der ältesten Teilnehmerinnen - kam Ramona Siebenhofer auf den dritten Stockerl-Platz.

Grange vor Lizeroux
Etwas mehr gab es beim Slalom der Franzosen zu sehen - dort lieferten sich Weltcup-Sieger Jean-Baptiste Grange und der WM-Zweite Julien Lizeroux ein kleines Duell mit dem besseren Ende für Grange. Dritter wurde Steve Missilier. Das Damen-Rennen hatte zwei Siegerinnen: Claire Dautherives und Aita Camastral waren nach zwei Durchgängen zeitgleich. Da Camastral als Schweizerin nicht für die französische Meisterwertung in Frage kommt, durfte Dautherives den Titel alleine entgegen nehmen. Hinter ihr landeten die Talente Tessa Worley und Taina Barioz. Nach dem Slalom am 22. März kam einen tag später der Super-G für die Französinnen an die Reihe - dort war Olivia Bertrand die Schnellste.



Cuche mit dabei
Die Eidgenossen haben ihre Meister bereits alle gefunden. Tobias Grünenfelder schlug im Super-G-Meisterrennen Weltmeister Didier Cuche um neun Hundertstel. Den Damen-Titel sicherte sich die Favoritin Fabienne Suter. Im Riesenslalom schlug Cuche dann zurück, hier hatte Rabea Grand bei den Damen die beste Zeit. Im Slalom, der Problemdisziplin der Schweizer, war Jessica Pünchera die Beste, noch vor Sandra Gini. Deren Bruder Marc distanzierte die nationale Konkurrenz dafür bei den Herren und sorgte so für ein versöhnliches Ende einer für ihn schwachen Saison.

Thanei schlägt Fill und Co. - Ghedina mischt mit
Italiens Speed-Asse maßen sich bei der Abfahrts-Meisterschaft in San Pellegrino. Dabei siegte nicht Peter Fill oder Werner Heel, sondern Stefan Thanei schmückte sich mit Meisterehren. Fill und Heel standen auf Platz zwei und drei aber auf dem Podium. Mit dabei war auch ein alter bekannter: Kristian Ghedina fuhr als Sechster nur knapp hinter dem Junioren-Weltmeister Dominik Paris ins Ziel. Bei den Damen hatte Daniela Merighetti am 25. März die Nase vor Lucia Recchia und Daniela Ceccarelli.