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Italien hat vor allem dank seiner Stärke im Speed-Bereich den Nations Team Event in Are gewonnen. Mit 21 Punkten waren die 'Azzuri' nach acht Serien zwar punktgleich mit dem Team aus Österreich, konnten aber einen Sieg mehr vorweisen. Dritter von fünf Teilnehmern wurde die Schweiz.

Super-G: Vorentscheidung für Italien
Bereits in den ersten vier Serien hatte sich dieses Ergebnis abgezeichnet. Mit den Siegen von Nadia Fanchini, Peter Fill und Werner Heel holte Italien sich die beste Ausgangsbasis vor dem Slalom. Die Schweiz mit Siegerin Fabienne Suter lag auf Rang zwei, der größte Konkurrent Österreich aber hatte mit dem letzten Platz von Hannes Reichelt und keinem Sieg bereits gehörigen Rückstand.

Österreich und Schweden beste Slalom-Nationen
In den letzten vier Serien ging es im Slalom zur Sache. Dabei zeigten sich Schweden und Österreich als beste Nationen. Kathrin Zettel und Marcel Hirscher gewannen ihre Läufe für Österreich, Andre Myhrer siegte für Schweden. Nur Sandrine Aubert konnte sich gegen die anderen Slalom-Asse durchsetzen und holte für Frankreich die beste Punktzahl in Serie sieben. Einen schwachen Lauf zeigte Vortagessieger Mario Matt, der als Drittplatzierter vielleicht den entscheidenden Punkt verschenkte, um den Favoriten Österreich noch zum Sieg zu führen.



Frankreichs Athleten wenig motiviert
auf dem fünften und letzten Platz landete die Equipe aus Frankreich, die zwar nominell eine starke Truppe aufbot - die Sportler selber wirkten aber wenig interessiert. Die Slalom-Asse Grange und Lizeroux holten zunächst im Super-G viele Strafpunkte für ihr Land, im Slalom bot Frankreich dann Joel Chenal anstelle von Grange auf. So gelang keine Aufholjagd mehr.

Italien schwach - dennoch Sieger
Die Italiener konnten im Slalom wenig überzeugen. Die Plätze vier, vier, vier und drei reichten aber, um die Konkurrenz im Schach zu halten. Trotz der dürftigen Teilnehmerzahl entwickelte sich so ein bis zum Schluss spannender Wettbewerb, der seine Austragung rechtfertigte.

Kritik von Hujara
Vor dem Lauf hatte sich FIS-Renndirektor Günter Hujara kritisch vor allem gegenüber den nicht anwesenden Nationen geäußert. Vor allem die großen Ski-Nationen USA, Kanada, Norwegen und auch Deutschland hatten keine Mannschaft gestellt. Damit werde ein olympischer Status für die Mannschaftskonkurrenz gefährdet, so Hujara in der Mannschaftsführersitzung. Der Nations Team Event war der letzte alpine Weltcup-Event der Saison 2008/2009.