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Lindsey Vonn setzt ihren Siegeszug beim Weltcup-Finale im schwedischen Are fort. Die US-Amerikanerin gewann nach der Abfahrt auch den Super-G und sicherte sich die nächste kleine Kristallkugel. Maria Riesch erreichte als Dritte erneut das Podium.

Spannender Show-Down
Vor dem siebten Super-G der Saison hatten noch drei Skirennläuferinnen die Chance, sich den Disziplin-Weltcup zu sichern. Mit dem roten Trikot musste Fabienne Suter als erste der drei auf die Piste 'Olympia' gehen. Die Schweizerin zeigte aber einen fehlerhaften Lauf und landete nur auf dem vierten Platz. Danach zeigte Nadia Fanchini, warum sie in diesem Winter auch schon das rote Trikot der Führenden getragen hatte. Die Italienerin ließ die Ski von oben bis unten laufen und ging mit 1:20,71 Minuten in Führung und hatte die kleine Kugel zu diesem Zeitpunkt in Händen. Dann kam aber Lindsey Vonn. Die Super-G-Weltmeisterin riskierte wie immer alles und fand eine noch kürzere Linie als Fanchini. Nach einem Fehler kurz vor dem Ziel rettete sie noch acht Hundertstel ihres Vorsprungs und raste so zu ihrem 22. Weltcupsieg. Mit 461 Punkten gewann Vonn nach dem Gesamt- und dem Abfahrts- nun auch den Super-G-Weltcup. Zweite wurde Nadia Fanchini mit 416 Punkten. Fabienne Suter (408) blieb nur Rang drei.

Riesch findet die alte Stärke
Im vergangenen Winter hatte noch Maria Riesch die kleine Kristallkugel gewinnen können. In diesem Winter lief die Partenkirchenerin ihrer Speed-Form hinterher. Beim Weltcup-Finale fand die 24-Jährige nun zu ihrer alten Stärke zurück und erreichte nach Platz zwei gestern in der Abfahrt auch heute im Super-G als Dritte das Podium. Im Rennverlauf war Riesch mit der Zeit von 1:20,87 Minuten zunächst in Führung gegangen. Bei ihrer guten Fahrt unterbot sie die Bestzeit von Renate Götschl. Die österreichische Speed-Queen zeigte in ihrem vielleicht letzten Rennen im alpinen Weltcup, dass sie immer noch zur Weltspitze gehört. Die 33-Jährige pulverisierte als dritte Starterin die Bestzeit ihrer Landsfrau Kathrin Zettel um 1,72 Sekunden und hielt Platz eins bis Riesch kam. Am Ende reichte es aber für Götschl nur zu Rang vier, gestern stand sie zusammen mit Risch und Vonn auf dem Podium.



Pärson wieder besser unterwegs
Bei der WM vor zwei Jahren hatte noch Anja Pärson die Speed-Rennen in Are dominiert. Nach ihrer verkorksten Abfahrt präsentierte sich die Schwedin im Super-G verbessert. Zu eine Podestplatz reichte es aber dennoch nicht. Am Ende fuhr Pärson auf den fünften Rang.

Junioren-Weltmeisterin scheidet aus
Neben den Top 25 sind beim Weltcup-Finale auch die Junioren-Weltmeister und die 400-Punkte-Athleten startberechtigt. In Garmisch-Partenkirchen sicherte sich Viktoria Rebensburg den Titel im Super-G. Die 19-jährige DSV-Athletin, die in diesem Winter im Super-G-Weltcup schon einmal in die Top Ten gefahren war, schied aber nach einem Fahrfehler aus.

Für die Damen geht es morgen mit dem Slalom weiter.