© Doug Haney U.S. Ski Team
Werner Heel hat beim letzten Super-G des Winter 2008/2009 seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. In 1:13,41 Minuten bewältigte der Südtiroler die verkürzte Super-G-Piste im schwedischen Are und war damit sieben Hundertstel schneller als der Norweger Aksel Lund Svindal. Dem genügte Rang zwei aber zum Gewinn der kleinen Kristallkugel. Deutsche waren nicht am Start.

Raich legt vor
Es war eine spannende Entscheidung im schwedischen Are. Vor dem Rennen hatten Hermann Maier, Aksel Lund Svindal und Didier Defago die besten Chancen auf den Gesamtsieg in ihrer Disziplin. Für Svindal ging es zusätzlich noch um wichtige Punkte für den Gesamt-Weltcup. Die Piste 'Olympia' wurde dabei verkürzt gefahren, da Windböen in den Höhenlagen für einen normalen Start zu stark waren. Den ersten sportlichen Höhepunkt setzte Svindals Konkurrent um die große Kugel, Benni Raich. Der Pitztaler überraschte mit einem extrem angriffsfreudigen Lauf, der ihm zunächst die Führung sicherte und insgesamt auf Rang vier brachte - damit holte er 50 wichtige Punkte.

Starke Italiener
Geschlagen wurde Raich zunächst von zwei Italienern. Christoph Innerhofer unterbot die Bestzeit um eine Hundertstel, Landsmann Werner Heel war noch einmal schneller. Er siegte zum zweiten Mal nach Gröden 2008 in einem Super-G und schob sich in der Endwertung der Disziplin auf den zweiten Rang vor. Im Kampf der Führenden im Super-G-Weltcup durfte zuerst Didier Defago auf die Strecke. Am Ende belegt der Schweizer Rang acht - nicht genug für die Gesamtwertung. Direkt nach ihm kam Hermann Maier, der gleich nach wenigen Toren eine spektakuläre Einlage bot, als sein Ski verschnitt und er auf nur einem Ski sich in das nächste Tor rettete. Damit waren seine Titelchancen zunichte. Als 17. blieb er sogar ohne Punkte. Nach dem Rennen deutete er aber an, dass er an einen Abschied vom Ski-Weltcup noch nicht denkt.



Svindal holt die Kugel
Feiern wird Aksel Lund Svindal vor dem letzten Rennen noch nicht, einen Grund dafür hat er aber bereits. Als 21. ging er auf die Strecke und verpasste den Sieg nur um wenige Hundertstel. Mit dieser Top-Fahrt distanzierte er seine Konkurrenten und sicherte sich Platz eins in der Super-G-Wertung. "Raich ist so gut gefahren, da musste ich alles geben", strahlte Svindal, der nun im Gesamt-Weltcup auf 1009 Zähler kommt und damit 102 Punkte mehr hat als der Pitztaler. Sollte sich der Norweger im kommenden Riesenslalom vor Raich platzieren, hätte er damit die große Kugel erneut gewonnen. "Mein Plan ist, dass alles fix und fertig ist nach dem Riesenslalom," so Svindal, der natürlich um Raichs Vorteile im letzten Wettbewerb weiß, dem Slalom.

Endstand Super-G 2008/2009:
1. Aksel Lund Svindal (292)
2. Werner Heel (256)
3. Didier Defago (246)
4. Hermann Maier (231)