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Es konnte wohl kaum einen glücklicheren Rennfahrer in Kvitfjell geben als Manuel Osborne-Paradis aus Kanada. Nach einem Sieg und einem dritten Platz strahlte er jeweils vom Siegerpodest aus. "Hierher zu kommen und Platz eins und drei zu holen, das ist toll. Der erste Sieg, das ist ein Meilenstein, ein sehr gutes Gefühl", meinte er im Anschluss an sein erfolgreichstes Weltcup-Wochenende aller Zeiten. 160 Punkte in zwei Rennen katapultierten Osborne-Paradis auf Platz vier des Abfahrts-Rankings, um die Kugel kann er aber nicht mehr mitfahren. Dafür waren die Österreicher zu stark.

"Michi hat es in der Hand"
Der zweite Tagessieger hieß Klaus Kröll. "Ich war sauer nach gestern und extrem motiviert. Mein Ski lief sehr gut so wurde es ein sehr gutes Rennen für mich", meinte der. Dieser gute Lauf hatte auch den Landsmann und Teamkollegen Michael Walchhofer angespornt:" Am wichtigsten ist, dass der Cup nach Österreich geht," sagte der zweifache Abfahrtschampion zuerst und fügte dann an: "Nach dem guten Lauf von Klaus war das Ergebnis wichtig für mich, um eine gute Chance zu haben, ihn zu gewinnen." Zwei zweite Plätze also für Walchhofer, der damit eine glänzende Ausgangsbasis vor dem letzte Rennen hat. 26 Punkte reichen dem Zauchenseer nun auch bei einem Kröll-Sieg - das wäre Platz zehn, eine machbare Aufgabe. "Michi hat es in der Hand", meinte daher auch dessen Konkurrent. Raus aus dem Rennen ist dagegen Didier Defago, der nicht überzeugen konnte.



Cuche entthront
Enttäuscht dürfte Didier Cuche aus Norwegen abreisen. In beiden Abfahrten konnte der Champ der letzten beiden Jahre nicht überzeugen, nur Rang elf belegt er damit und verpasste vielleicht auch seine Chance auf den Gesamtweltcup. Zwar punkteten dafür auch die Konkurrenten Ivica Kostelic und Benni Raich nicht oder nur kaum und auch Aksel Lund Svindal ließ das letzte Quäntchen Effizienz vermissen, über 70 Punkte wird Cuche aber schwerlich auf die starke Konkurrenz gutmachen können. Der abschließende Super-G, immerhin Cuches neue Weltmeister-Disziplin fiel dazu noch ersatzlos aus. Für den Schweizer gilt daher: Er hat es nicht mehr selbst in der Hand, sondern muss auf Patzer der Konkurrenten hoffen.

DSV: zwei Punkte für Keppler
Das DSV-Duett mit Stephan Keppler und Peter Strodl mühte sich vergeblich um einen erhofften Top-15 Platz. Stephan Keppler fuhr als 29. einmal zwei Punkte ein, damit gehen die Speed-Konkurrenzen in Schweden ohne deutsche Beteiligung vonstatten. Die Speed-Mannschaft des DSV hat sich damit nicht substanziell verbessern können im Vergleich zum Vorjahr.