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Als Lindsey Vonn, die Führende des ersten Slalom-Durchganges, im Finale von Ofterschwang ausschied, stand es fest: Maria Riesch gewinnt den Slalom-Weltcup 2008/2009! Es ist die dritte Kristallkugel für die Partenkirchnerin, die ja im Vorwinter im Super-G und der Super-Kombination triumphieren konnte. Nun reiht sie sich ein in die Liste großer deutscher Skidamen, immerhin konnte zuletzt Rosi Mittermeier diesen Preis nach Deutschland holen. 33 Jahre ist das inzwischen her.

Verdiente Trophäe
Von einem historischen Sieg war daher die Rede, obwohl die vergrippte Riesch ja daheim 'nur' Fünfte geworden war. "Es wäre schöner gewesen, wenn die Entscheidung auf sportlichem Wege gefallen wäre", vermeldete Riesch fair, dennoch ist sie unzweifelhaft eine verdiente Siegerin in ihrer Disziplin. Auf 625 Zähler bringt sie es hier allein in diesem Winter - vier Siege in Serie bezeugen ihre Klasse nachhaltig. Dass ihre Freundin Lindsey Vonn am Ende dieser Saison zu kurz kommen könnte, muss man sowieso nicht fürchten. Neben zweimal WM-Gold und der Abfahrts-Trophäe wird sie auch den Gesamt-Weltcup gewinnen - und möglicherweise noch die Super-G-Wertung.



"Beste Slalom-Nation der Welt"
Dass die Siegerin des Tages eine ganz andere war, nämlich die Französin Sandrine Aubert, die sich vor Frida Hansdotter über den ersten Weltcup-Sieg freute, und dass Nicole Hosp kurz nach ihrem Comeback schon wieder auf das Slalom-Podest fahren konnte, blieb dabei fast Nebensache. Die deutschen Damen zeigten sich erneut stark, fünf von ihnen haben sich daher sportlich für das Weltcup-Finale qualifiziert. Cheftrainer Berthold sprach daher stolz von der besten Slalom-Nation der Welt. Viele junge Damen kommen nach und sind ein Beleg der Jugendarbeit der letzten Jahre.

Zettel legt vor
Bereits am 6. März konnte Kathrin Zettel mit ihrem Sieg im Riesenslalom Nervenstärke beweisen. Psychologisch dürfte dieser Erfolg noch mehr wert sein, als der Punktestand aussagt, denn ihre direkte Konkurrentin Tanja Poutiainen hatte im Finale vorgelegt und die Österreicherin damit unter Druck gesetzt. Zettel konterte und siegte und geht nun mit einem Polster in das letzte Riesenslalom-Rennen, dass ihr die kleine Kristallkugel bescheren könnte - ein dritter Platz würde Zettel ausreichen.

Monika Bergmann sagt 'servus'
Viel Arbeit hatten die Pistenhelfer im Allgäu. Erst ein Wärmeeinbruch, dann Schneefälle über Nacht setzten schwierige Rahmenbedingungen. Die weiche Piste am Ofterschwanger Horn war dabei kein Genuss, hielt aber letztlich stand. Ofterschwang wird damit sicher bald wieder im Weltcup-Kalender auftauchen. Abschied sagte dagegen Monika Bergmann. Die Teamweltmeisterin von 2005 verabschiedet sich von der Weltcup-Bühne und wird sich nun anderen Zielen hingeben. Vom 11. bis 15. März stehen nun in Are die letzten vier Wettbewerbe für die Damen auf dem Programm.