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Nicht jede Karriere verläuft linear und geradlinig nach oben. Sandrine Aubert wurde 1982 in Échirolles im Département Isère geboren und nutzte die perfekten Bedingungen der französischen Alpen, um ihr großes Talent für den Skisport zu entwickeln. So durfte sie im Alter von 15 Jahren erstmals bei FIS-Rennen antreten, ein Jahr später folgte in Megeve das Europacup-Debüt, bei dem Aubert in der Abfahrt Rang 53 belegte.

Vom Europacup in den Weltcup - langsamer Aufstieg
Erste Europacup-Punkte gab es aber im Slalom, der Spezialität von Aubert. Im Januar 2000 in Krieglach (AUT) wurde sie 29. - bis zum ersten von insgesamt zwei Europacup-Siegen sollten da noch fast fünf Jahre vergehen. Bei allem Talent gelang Aubert auch der Sprung in den Weltcup erst deutlich später. Im November 2003 dufte sie in Park City im Slalom ran, schied aber aus. Dann ging es erst im Januar 2005 weiter - von da an war die Französin aber ein regelmäßiger Gast des Weltcup-Zirkusses. Im März 2006 gab es für Rang 27 in Hafjell/Kvitfjell erstmals Punkte - natürlich im Slalom.

Keine JWM-Medaillen
Auch bei Junioren-Weltmeisterschaften drängte sich Aubert nicht in den Vordergrund. 2000 und 2002 nahm sie teil, kam aber über Rang 16 nicht hinaus. Auch die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele in Turin 2006 verfehlte sie, durfte dafür aber zur WM nach Are fahren. In Schweden standen am Ende Rang 18 und 23 in Slalom und der Super-Kombination zu Buche.



Sprung nach vorne
Im Dezember 2007 kam dann die erste Top-Ten-Platzierung im Weltcup für Aubert. Noch waren die positiven Ausrutscher aber zu selten, sie schloss die Slalom-Wertung 07/08 auf Rang 28 ab. Erst 2008/2009 gab es öfter Top-Resultate. Bereits bei der Heim-WM 2009 lag sie im Slalom nach Durchgang eins auf dem dritten Rang und fiel dann mit viel Pech noch auf Position 26 zurück. Beim Slalom in Ofterschwang wenige Wochen später klappte dann aber alles. Aubert sicherte sich ihren ersten Weltcup-Sieg und ist damit in der absoluten Weltspitze angekommen. Nur eine Woche ließ die Französin ihren zweiten Sieg folgen. Beim Weltcup-Finale in Are (SWE) gewann sie zum zweiten Mal einen Slalom.

Erneute Weltcup-Siege
Im Olympiawinter gelangen Aubert erneut zwei Weltcup-Siege. Am Ende sprang dafür der vierte Platz in der Slalom-Gesamtwertung heraus. In Vancouver verpasste sie knapp die Medaillenränge und landete im Slalom auf Platz fünf.

Steckbrief
Geboren: 06.10.1982 in Échirolles
Nation: Frankreich
Heimatverein: Douanes- SC Deux Alpes