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Von den letzten Technik-Wettbewerben des Weltcups vor dem Weltcup-Finale in Are können sich insbesondere die deutschen Skifans einiges erhoffen. Hier geben sich die neuen Weltmeisterinnen ein Stelldichein.

Viermal Gold
Den Auftakt macht, wie bei der WM in Val d'Isère, Kathrin Hölzl. Im Riesenslalom ist sie aber nicht die einzige frisch gebackenen Weltmeisterin, sie bekommt Verstärkung durch Viktoria Rebensburg, die bei der Junioren-WM im nahegelegenen Garmisch-Partenkirchen gleich doppelt abräumte. Außerdem tritt natürlich Slalom-Champion Riesch an. Alle drei haben aber keine Chancen mehr, in die Entscheidung um die Kristallkugel einzugreifen: Dort stehen andere vorne.

Österreich hofft auf Zettel
Bei den Damen ist Kathrin Zettel wohl noch die einzige Österreicherin, die sich berechtigte Hoffnungen auf eine Kristallkugel machen darf. Sie führt die Riesenslalomwertung mit 369 Punkten an, aber nur einen Zähler dahinter lauert Verfolgerin Tanja Poutiainen. Beide kämpfen also um die bessere Ausgangsbasis vor dem letzten Wettbewerb in Schweden, ein Ausfall aber könnte bereits vorentscheidende Wirkung haben. Nervenstärke ist gefragt!

Favoritinnen für den Riesenslalom
Neben Hölzl können sich im Schatten der Top-Favoritinnen auch andere Siegeshoffnungen machen. Tina Maze ist gut drauf, Elisabeth Görgl und Manuela Mölgg sind bei perfektem Rennverlauf für einen Sieg gut. Dazu gesellt sich die in diesem Winter noch sieglose Denise Karbon, die im Januar 2008 auf diesem Hang ihr letztes Erfolsgerlebnis hatte und nun auf ein Déjà-vu hofft.



Nach Gold auch Kristall für Riesch?
Im zweiten Rennen könnte dann die große Stunde für Maria Riesch schlagen. Ihre Ausgangsbasis im Slalom ist komfortabel - mit 140 Zählern Vorsprung auf Lindsey Vonn kann sie es sich sogar leisten, Punkte auf die Freundin und Konkurrentin zu verlieren, um dennoch vorab als Weltcup-Siegerin dazustehen. Es wäre ihre dritte Kristallkugel nach den Erfolgen im Super-G und der Super-Kombination im Vorjahr und zusammen mit dem WM-Gold ein sehr gutes Saisonergebnis für die Partenkirchenerin.

Kampf um Platz drei?
Hinter Riesch und Vonn kämpfen die Spezialistinnen um die Plätze. Sarka Zahrobska, Tanja Poutiainen, Kathrin Zettel und Co. sind Kandidatinnen für den Tagessieg in Ofterschwang. Der Gesamtweltcup ist dagegen bei den Damen weniger präsent als bei den Herren, denn dort scheint die Reihenfolge klar. Dabei hat Lindsey Vonn in Deutschland sogar die Möglichkeit, die große Kugel vorzeitig für sich zu gewinnen.

Starke DSV-Mannschaft
Auch wenn die Gold-Gewinnerinnen sicher im Vordergrund stehen, auch die anderen DSV-Damen haben sich beim Heim-Weltcup hohe Ziele gesteckt. "Wir wollen in Ofterschwang den positiven Trend aus den vergangenen Technik-Rennen fortsetzen und mit einem geschlossenen Mannschaftsergebnis überzeugen. Im Slalom kann Maria Riesch um den Sieg mitfahren. Für ihre Schwester Susanne und Skiclub-Kameradin Fanny Chmelar sind Top-Ten-Platzierungen das Ziel," erklärt Bundestrainer Mathias Berthold. "Die jungen Starterinnen sollen Weltcup-Punkte sammeln, um sich für die kommende Saison eine gute Ausgangsposition zu schaffen. Im Riesenslalom wollen wir mit unseren Weltmeisterinnen Kathrin Hölzl, Viktoria Rebenburg und Maria Riesch ein kompaktes Mannschaftsergebnis abliefern. Barbara Wirth soll das Rennen nutzen, und weiter WC-Erfahrung sammeln."

Tickets für Are sichern
Im Riesenslalom treten damit vier Deutsche an, im Slalom dürfen gleich zehn Damen auf die Piste. Interessant wird es vor allem für Monika Bergmann und Fanny Chmelar, die als aktuell 25. und 23. im Slalom ein Ticket für das Weltcup-Finale noch nicht sicher haben. Im Riesenslalom ist die aktuell 24. Rebensburg durch das Junioren-Gold sowieso in Schweden dabei.

Das Programm im Überblick:
Freitag, 6. März
Riesenslalom der Damen , 1. DG 10 Uhr, 2. DG 13 Uhr

Samstag, 7. März
Slalom der Damen, 1. DG 10 Uhr, 2. DG 13 Uhr

Über alle Rennen berichten wir wie gewohnt im Liveticker.