Nach dem ersten Weltcup der Damen im bulgarischen Bansko sind im Weltcup einige Fragen nun geklärt, andere sind wieder offen. Die Gastgeber dürfen sich aber freuen, denn sie haben die Feuertaufe bestanden, auch wenn nicht allen die 'Banderiza' gleichermaßen lag.

Viel Sonne in Bansko
Der Wettergott ist ein Bulgare! Wenigstens könnte man das vermuten, denn am Pirin-Gebirge schien über die meiste Zeit der Trainings und der Rennen sie Sonne vom Himmel - nur bei der ersten Abfahrt verschlechterte sich die Sicht im Laufe des Wettbewerbs. Dafür können die Veranstalter nichts. Für die Fans war der Weltcup an allen drei Tagen ein Highlight. Sie sorgten für viel Stimmung, auch wenn die bulgarischen Athletinnen kaum in Erscheinung treten konnten.

Banderiza - zu viele Kurven?
Eigentlich ließe sich auf diesem Hang gar keine Abfahrt durchführen hieß es vorher. Heraus kam eine der schwersten Herausforderungen für die Speed-Damen, bedingt durch den steilen und kurvigen Mittelteil. Das lag nicht allen. Tarvisio-Siegerin Gina Stechert sollte den Ausflug nach Bulgarien besser aus dem Gedächtnis streichen, auch für Maria Riesch war nicht mehr als Rang fünf drin. Kein brillantes Wochenende also für den DSV, der nun in Ofterschwang darauf hofft, dass die Weltmeisterinnen Hölzl und Riesch in der Heimat zuschlagen.



Suter räumt ab
Anderen lag genau diese Anforderung. In drei Rennen finden sich daher einige Namen immer wieder vorne in den Ergebnislisten. Allen voran ist da Fabienne Suter zu nennen, die alle Podestplätze einmal ausprobieren durfte. Andrea Fischbacher war ähnlich stark und auch Tina Maze darf mit den Plätzen zwei, drei und sechs hochzufrieden sein. Für Nadia Fanchini blieb da nur ein dritter Platz - und im Super-G nur Rang sieben, was sie nun in Zugzwang bringt.

Super-G: Dreikampf in Are
Die Entscheidung im Super-G haben die Damen jedenfalls vertagt. Fanchini verlor die Spitze an Suter, Lindsey Vonn drängte sich mit weltmeisterlicher Fahrt wieder auf Position zwei. Ein deutlich schlechterer Lauf verbunden mit Rang zwölf hatte der Amerikanerin nach der zweiten Abfahrt bereits die kleine Kristallkugel in der schnellsten Disziplin gesichert. Und auch in der Gesamtwertung ließ Vonn wenig Spielraum für Rechenspiele: 391 Zähler Vorsprung auf Riesch sind in den letzten sechs Rennen selbst dann nicht mehr aufzuholen, wenn Vonn komplett ausfiele. Ihre Titelverteidigung in der Gesamtwertung ist also nur noch eine Formsache.