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Nach der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Val d'Isere (FRA) fuhren die Herren in Sestriere (ITA) die nächsten Weltcuprennen. Dabei wurde bereits die erste Kristallkugel des Winters vergeben. Zudem gewann ein Österreicher seinen ersten Weltcup und ein Schweizer wird immer stärker. Ski2b wirft einen Blick zurück auf die Rennen.

Cuche eine Klasse für sich im Riesenslalom
Zunächst stand in Italien der Riesenslalom auf dem Programm und dabei zeigte Didier Cuche seine ganze Klasse. Er fuhr der Konkurrenz auf und davon und gewann in überlegener Manier. Schon nach dem ersten Durchgang hatte der 34-Jährige einen deutlichen Vorsprung und holte sich im Finale dann den Sieg. Zweiter wurde überraschend der Österreicher Stephan Görgl, der aber bereits 0,66 Sekunden Rückstand hatte. Dahinter platzierten sich zwei weitere ÖSV-Athleten mit Benjamin Raich (+ 0.89) und Romed Baumann (+ 1,05).

Baumann mit erstem Weltcupsieg
Am Tag darauf fuhren die Herren noch eine Super-Kombination aus. Hier überzeugte zunächst Romed Baumann mit einem sehr guten Super-G. Der Allrounder machte schon im Riesenslalom als Vierter auf sich aufmerksam und im Super-G der Kombi zeigte er eine gute Leistung und ließ sogar Didier Cuche hinter sich. Im anschließenden Slalom fuhr Baumann seinen ersten Weltcupsieg sicher nach Hause und konnte sich über ein sehr erfolgreiches Wochenende freuen. Zweiter der Kombi wurde, wie schon bei der WM, Julien Lizeroux aus Frankreich, der am Ende 0,32 Sekunden Rückstand aufwies. Den dritten Platz teilten sich Carlo Janka (SUI) und Christof Innerhofer (ITA). Die beste Zeit im Slalom lieferte der Franzose Jean-Baptiste Grange ab. Als 19. nach dem Speed-Durchgang nahm er den Slalom in Angriff und konnte sich durch einen perfekten Lauf noch auf den fünften Rang nach vorne fahren.



Janka sichert sich Kristallkugel in der Super-Kombination
Die Super-Kombination in Sestriere war das dritte Rennen in dieser Disziplin und zugleich das letzte. Damit stand auch die Kristallkugel im Mittelpunkt, die es zu vergeben gab. Zwei Schweizer kämpften am Ende um den Gesamtsieg in der Disziplin. Silvan Zurbriggen legte zunächst im Slalom vor und setzte seinen Landsmann Janka unter Druck. Doch dieser behielt die Nerven und fuhr auf den dritten Rang. Dies reichte, um sich mit 242 Punkten durchzusetzen. Zurbriggen kommt insgesamt auf 231 Zähler und muss sich mit dem zweiten Rang zufrieden geben.

Neureuther gehandicapt ohne Erfolg
Für den Deutschen Skiverband war das Wochenende in Sestriere nicht von Erfolg geprägt. Felix Neureuther war im Riesenslalom der einzige DSV-Starter und verpasste als 38. des ersten Laufs die Teilnahme am Finale um 0,77 Sekunden. In der Super-Kombination dann fuhr der Deutsche im Super-G auf den 44. Rang, wurde jedoch im anschließenden Slalom disqualifiziert. Hannes Wagner schied bereits im Super-G aus. Neureuther fuhr gehandicapt, war er doch bei einem Sturz beim Einfahren für den Riesenslalom auf die linke Schulter gefallen. Mit einem Klebeverband und Schmerzmitteln ging er dennoch an den Start.

Kostelic führt weiterhin im Gesamtweltcup
Nach den beiden Rennen in Sestriere ist der Kampf um den Gesamtweltcup weiter sehr spannend. Hier führt immer noch der Kroate Ivica Kostelic, der in Italien die Plätze elf (Riesenslalom) und sieben (Super-Kombination) belegte. Er hat mittlerweile 802 Punkte auf seinem Konto. Dahinter rangiert nun Grange mit 771 Punkten vor Raich (769).

Nun reisen die Herren nach Kranjska Gora weiter, wo zwei technische Rennen auf dem Plan stehen. Zunächst absolvieren die Skirennläufer einen Riesenslalom am 28. Februar, bevor einen Tag später noch ein Slalom ansteht.