Bei strahlendem Sonnenschein hat Maria Riesch die Super-Kombination im italienischen Tarvisio gewonnen. In 2:18,57 Minuten ließ die Partenkirchenerin ihrer Freundin Lindsey Vonn keine Chance, die Amerikanerin belegte mit 0,49 Sekunden Rückstand Rang zwei. Dritte wurde über zwei Sekunden zurück die amtierende Weltmeisterin Kathrin Zettel aus Österreich.

Vonn mit Bestzeit in der Abfahrt
Bereits in der Abfahrt ließen die beiden dominierenden Athletinnen dieses Winters keinen Zweifel aufkommen, wer den Tagessieg unter sich ausmachen würde. Lindsey Vonn raste mit über sieben Zehnteln Vorsprung zu einer einmaligen Bestzeit, Riesch wurde Zweite vor der überraschend starken Schweizerin Nadja Kamer, dahinter rangierte deren Landsfrau Dominique Gisin noch vor Anja Pärson und der sehr starken Gina Stechert.

Taktik oder Angriff?
Vor dem finalen Slalom der letzten Super-Kombination des Winters hatte damit Anja Pärson alles in der Hand. Der Schwedin hätte ein fünfter Platz auch bei einem Sieg der Hauptkonkurrentin Vonn gereicht, um den Gesamtsieg abzusichern. Kathrin Zettel, die sich vorab noch Chancen ausgerechnet hatte, musste nach über zwei Sekunden Rückstand in der Abfahrt ihre Ambitionen fallen lassen. Dennoch setzte die Österreicherin den ersten sehr guten Lauf des zweiten Durchgangs. Ihre zweitbeste Laufzeit hievte sie noch auf Rang drei, wenn auch mit großem Abstand zu den Siegerinnen.

Pärson riskiert nicht alles
Verhalten ließ es dann Anja Pärson angehen. Die Schwedin wollte vor allem einen Ausfall vermeiden und fiel so etwas zurück. Am Ende wurde es aber der benötigte fünfte Rang. Ganz anders ließ Maria Riesch es angehen: Mit vollem Risiko carvte sie zur Laufbestzeit und damit auch zum Sieg. Denn Lindsey Vonn aus den USA kam nach ihr nicht an die Besteit heran, leicht behindert wurde sie dabei von ihrem Handverband.



Kristall für Pärson
Riesch übergab damit mit einem Sieg die Kristallkugel an ihre Nachfolgerin Pärson und holte zugleich 20 Punkte im Gesamtweltcup auf Vonn auf. Die Schwedin gewann diese Wertung zum ersten Mal in ihrer Karriere. In diesem Winter hatte sie den Grundstock dafür bereits mit einem Sieg in St. Moritz gelegt, im Januar folgte ein dritter Platz in Zauchensee.

Stechert und Riesch in den Punkten
Nach ihrere guten Abfahrtsleistung hat Gina Stechert mit Rang 17 ein gutes Ergebnis einfahren können. Weltcup-Zähler gab es auch für Susanne Riesch, die sich mit der zehntbesten Slalomzeit noch auf Position 27 verbesserte. Bei ihrem Weltcup-Debüt wurde die vierte DSV-Starterin Isabelle Stiepel 36.