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Carlo Janka aus der Schweiz heißt der neue Riesenslalom-Weltmeister. Nach einem Traumlauf im ersten Durchgang behielt er auch nach einem Fehler im Finale die Nerven und sicherte sich so seine erste Goldmedaille. Am Ende war er in 2:18,82 Minuten Schnellster nach zwei Läufen und verwies Benjamin Raich (AUT, + 0,71 Sekunden) sowie Ted Ligety (USA, + 0,99 Sekunden) auf die Plätze.

Janka schon in Durchgang 1 mit Traumlauf
Schon im ersten Durchgang erwischte Janka einen sensationellen Lauf und führte das Klassement an. Nur Raich konnte in Durchgang eins annähernd mithalten und ging mit einem Rückstand von 0,48 Sekunden in das Finale. Dritter auf der sehr schweren Piste war Max Blardone (ITA), der im Finale zurückfiel und Fünfter wurde. Viele der 75 Läufer sahen das Ziel indes nicht. Über 20 Skirennläufer schieden vorzeitig aus.

Ligety von 9 auf das Podest
Im Finale setzte dann von den Favoriten zunächst Ted Ligety eine klasse Zeit. Der US-Amerikaner war nur Neunter nach dem ersten Durchgang und attackierte. Damit hielt er lange die Bestzeit im Finale und es sollte auch Laufbestzeit werden. Erst Raich konnte ihn stoppen. Der Österreicher ließ sich nicht beirren und fuhr souverän zur Bestzeit. Nun war es an Janka, ihm die Goldmedaille noch zu entreißen. Und der Schweizer schaffte dies trotz eines Fehlers im oberen Teil deutlich. Überglücklich schwang er ab und feierte die zweite Goldmedaille für die Schweiz bei dieser WM.

Hirscher und Grange überraschen
Marcel Hirscher und Jean-Baptiste Grange hatte man eigentlich erst am Sonntag im abschließenden Slalom so richtig auf dem Zettel. Doch schon im Riesenslalom zeigten sie ihre Klasse und fuhren in die Top Ten. Grange, getragen von den Zuschauern, wurde am Ende 17., während es für Hirscher noch weiter nach vorne ging. Der Österreicher fuhr zwei gute Durchgänge und verfehlte als Vierter die Bronzemedaille nur um sieben Hundertstel Sekunden. Beide scheinen also für den Spezial-Slalom gerüstet.

Neureuther im Finale dabei
Der einzige deutsche Starter war Felix Neureuther, der im ersten Durchgang eine gute Fahrt zeigte und 23. war. Damit qualifizierte er sich locker für das Finale, in dem er noch einige Plätze gutmachte und am Ende auf dem 19. Rang zu finden war. Damit kann der DSV-Athlet mit Selbstvertrauen in 'sein' Rennen, den Slalom am Sonntag, gehen.