Nachdem am Donnerstag (05.02.) der Trainingslauf der Herren schon vor dem Zielsprung inoffiziell beendet wurde, ging es am Freitag wieder über die komplette ‚Face de Bellevarde’. Dabei zeigte Didier Cuche, dass er nach seinem Sieg im Super-G auch einer der Top-Favoriten auf den Abfahrtstitel ist. Der Schweizer war in 2:06,98 Minuten der Schnellste.

Favoriten geben Gas
Einen Tag vor der Entscheidung in der alpinen Königsdisziplin gaben die favorisierten Speed-Herren richtig Gas und qualifizierten sich fast komplett in den Top Ten. Gestern wurden die besten Ski-Rennläufer noch vor dem Zielsprung aus Sicherheitsgründen abgewunken. Der Sprung wurde anschließend abgetragen. Hinter Super-G-Weltmeister Didier Cuche raste heute Super-G-Bronzegewinner Aksel Lund Svindal auf den zweiten Platz. Der Norweger benötigte 2:07,09 Minuten und lag damit 21 Hundertstel vor Bode Miller (USA). Bester Österreicher wurde Michael Walchhofer als Vierter. Der Altenmarkter brauchte nur fünf Hundertstel länger als Miller. Dahinter reihten sich Didier Defago (SUI, +0:89 auf Cuche), Erik Guay (CAN, +0:96), Christof Innerhofer (ITA, +1:00) und John Kucera (CAN, +1:05) ein. Mit Blick auf die Super-Kombination war interessant zu sehen, dass der französische Slalomspezialist Jean-Baptiste Grange Neunter wurde.

Maier auf Rang 14 - Gruber erhält Startplatz
Im Rennen um den vakanten Startplatz im österreichischen Team hat sich Christoph Gruber durchgesetzt. Der 32-Jährige platzierte sich in 2:09,75 Minuten auf Rang 22 und lag wie im ersten Training vor seinem Kontrahenten Romed Baumann (26.). Georg Streitberger riskierte im Kampf um das Ticket zu viel und schied aus. Hermann Maier, der immer noch nicht ganz genesen ist, fuhr auf den 14. Rang, fühlt sich aber in der Lage, am Samstag (07.02., 11:00 Uhr im ski2b-Liveticker) an den Start zu gehen.



Keppler fährt hinter her
Nach der Bekanntgabe Peter Strodls, nicht an der WM-Abfahrt teilzunehmen, und dem verletzungsbedingten Ausfall seines Bruders Andreas ist Stephan Keppler der einzige Starter des Deutschen Skiverbands am Samstag. Im zweiten Training fuhr Keppler auf der anspruchsvollen Piste hinter her. Der Ebinger benötigte für seine Fahrt 2:11,71 Minuten. Mit dieser Zeit läge Keppler weit entfernt, von seinem eigenen Anspruch, denn er wollte bei der WM in die Top Ten fahren.