© Head
Am zweiten Tag haben die Speed-Spezialisten auf der neuen Kandahar in Garmisch-Partenkirchen auf das Gaspedal getreten. Die Bestzeit von Hermann Maier war deutlich schneller als die aus dem ersten Training von Didier Cuche. Der Herminator, der auf der alten Kandahar-Strecke seinen aller ersten Weltcupsieg feierte, überzeugte in 1:43,79 Minuten.

Österreicher wieder stark
Insgesamt präsentierten sich die Österreicher wieder in sehr guter Verfassung. Georg Streitberger, gestern Dritter, fuhr heute mit 44 Hundertsteln Rückstand auf den fünften Platz, wurde anschließend aber disqualifiziert. Direkt dahinter reihte sich Michael Walchhofer ein. Klaus Kröll ließ es im zweiten Training, einen Tag vor dem Showdown in Garmisch-Partenkirchen, etwas langsamer angehen und wurde 15. Direkt hinter dem Super-G-Sieger aus Kitzbühel (AUT) landete Christoph Gruber, der das zweite Mal mit seinem neuen Material unterwegs war.

Zwölf Fahrer innerhalb von einer Sekunde
Hinter Hermann Maier raste Manuel Osborne-Paradis auf den zweiten Rang. Dem Kanadier fehlte nur ein Zehntel auf die Bestzeit. Dritter im zweiten und letzten Training wurde der Liechtensteiner Marco Büchel, 16 Hundertstel zurück. Didier Cuche, der gestern noch die schnellste Zeit auf die neue Kandahar gelegt hatte, erreichte den vierten Rang. Erik Guay aus Kanada, der in Garmisch-Partenkirchen vor zwei Jahren eine von zwei Abfahrten gewann, platzierte sich mit 51 Hundertstel Rückstand auf Platz sechs. Ohnehin waren die Abstände im zweiten Training sehr eng, sodass man sich auf ein spannendes Rennen am Samstag (31.01.) freuen kann. Auch Didier Defago, der in Wengen (SUI) und Kitzbühel die Abfahrt als Sieger beendete, zählt als Siebter mit 55 Hundertsteln Rückstand hier absolut zum Favoritenkreis. Die ersten Zwölf lagen im zweiten Training alle innerhalb von einer Sekunde. Darunter war auch Bode Miller, im ersten Training mit fünf Sekunden Rückstand Letzter, auf Platz zehn zu finden.



DSV-Athleten knabbern an den Top 30
Schnellster Lokalmatador war heute Stephan Keppler. Der Ebinger erreichte in 1:46,06 Minuten so gerade noch die Top 28. Peter Strodl schaffte als 29. auch den Sprung in die vermeintlichen Punkteränge, sechs Hundertstel langsamer als Keppler. Tobias Stechert kam in 1:47,63 Minuten ins Ziel und Andreas Strodl beendete seine Trainingsfahrt heute nicht. Morgen gilt es nun für alle auf der neuen Kandahar. Start des Abfahrtsrennen ist um 11:00 Uhr.

Stimmen zum Training:
Hermann Maier (AUT, 1.) "Ich hatte eine sehr gute Fahrt heute. Normalerweise bin ich in den Trainings nicht so gut, aber heute hat es gepasst. Ich war natürlich ein absoluter Fan der alten Strecke, aber auch die neue Kandahar ist sehenswert. Es ist ein sehr kurviges Gelände, das technisch sehr anspruchsvoll ist. Zudem ist die Strecke sehr unruhig. Morgen ist hier alles möglich. Viele Favoriten habe heute noch nicht alles gezeigt, aber ich sehe mich schon als einer der Favoriten."

Michael Walchhofer (AUT, 06.): "Heute war es viel schneller als gestern. Die Kurven sind etwas vereister, daher schneller. Ansonsten ist die Strecke insgesamt gut. Für mich ist natürlich Hermann Maier der Top-Favorit morgen nach seiner Fahrt heute. Aber man sollte auch Bode Miller nicht außer Acht lassen."

Didier Defago (SUI, 08.):"Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt auf der Strecke. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Fahrt und dem Ergebnis. Nach den Siegen in den letzten Wochen habe ich einiges an Selbstvertrauen und gehe locker in das Rennen morgen. Ich freue mich sehr darauf."

Stephan Keppler (GER, 30.):"Die Strecke ist nach den ersten Läufern immer schlechter geworden und wurde brüchig. Da habe ich mich heute schwer getan. Insgesamt ist die Strecke oben etwas zu flach für mich, aber eigentlich komme ich ganz gut zurecht mit dem Kurs. Ich habe definitiv noch Potenzial nach oben. Morgen würde ich gerne einen Platz unter den Top 20 einfahren. Meine Favoriten für das Rennen morgen heißen Didier Cuche, Bode Miller und natürlich Hermann Maier nach seiner fantastischen Fahrt heute."