Am heutigen Donnerstag (29.01.) gab es beim Weltcup in Garmisch-Partenkirchen auf der neuen Kandahar das erste Training. Mit den neuen Passagen kam Didier Cuche am besten zurecht. Der Schweizer setzte in 1:45,25 Minuten die erste Bestzeit.

Dalcin überrascht - Österreicher stark
Hinter Didier Cuche platzierte sich überraschend Pierre-Emmanuel Dalcin. Der Franzose präsentierte sich beim Training des letzten Weltcups vor seiner Heim-WM in ansteigender Form. Am Ende fehlten ihm auf Cuche nur elf Hundertstel. Dritter im ersten Training wurde Georg Streitberger. Er war in 1:45,42 Minuten schnellster Österreicher. Das Team Austria präsentierte sich aber insgesamt in guter Verfassung. Klaus Kröll reihte sich auf Platz fünf, Michael Walchhofer auf Platz sechs und Hermann Maier auf Platz acht ein. "Ich muss erst einmal richtig verschnaufen, die Strecke hat mir alles abverlangt. Die Passage ab dem Eishang ist technisch enorm schwer und teilweise etwas unruhig zu fahren. Für meinen Geschmack könnte die Strecke noch härter sein. Sie ist aber ausreichend breit und sehr gut für das Publikum einsehbar,"
gab Kröll nach seiner Jungfernfahrt auf der neuen Kandahar zu Protokoll. Ähnliches sagte Maier, der in Garmisch sein erstes Weltcuprennen gewinnen konnte: "Diese Kandahar ist eine ganz neue Strecke, die ich mir erst einmal angeschaut habe. Oben bin ich sehr gut reingekommen, die sehr lang gezogenen Kurven im Mittelteil haben beinahe Super-G-Charakter. Damit ist es eine sehr harmonische und moderne Strecke. Ich mochte die alte Strecke sehr, die neue ist aber auch eine herrliche Herausforderung." US-Skistar Bode Miller kam anscheinend noch nicht zurecht und erreichte mit exakt fünf Sekunden Rückstand nur den 44. und damit letzten Rang.

Sieger von 2007 lassen es langsamer angehen
2007 fanden die letzten Speed-Rennen auf der alten Kandahar statt. Dabei sicherten sich Erik Guay und Andrej Jerman jeweils einen Abfahrtssieg. Der Kanadier Guay, der die Strecke bereits vor der Saison besichtigt hatte und als Garmisch-Fan gilt, ließ es vor allem im neuen unteren Streckenabschnitt langsamer angehen und landete am Ende auf Rang 14: "Eine sehr schöne Strecke. Mit der Präparierung bin ich sehr zufrieden. Heute habe ich mich allerdings noch zurückgehalten, um die Strecke richtig kennenzulernen." Mit einer etwas schnelleren Zeit wurde Sloweniens Jerman als Elfter gestoppt.



Deutsche enttäuschen auf der Heimpiste
Die Deutschen konnten den Heimvorteil nicht nutzen. Peter Strodl fuhr im ersten Training als bester DSV-Athlet auf den 26. Platz (1:47,74) und war von der neuen Piste begeistert: "Was für eine schöne Strecke! Ich war sie vor dem Training noch nie komplett gefahren. Ich Freien Fall bin ich zu langsam unterwegs gewesen, aber ich wollte die neue Streckenführung auch in Ruhe inspizieren. Zum Ziel hin ist es etwas unruhig und damit besonders anstrengend." Stephan Keppler erreichte nur den 37. Rang (1:48,76) und lag damit knapp vor Andreas Strodl, der 40. (1:48,91) wurde. Tobias Stechert und Hannes Wagner starteten nicht.