Der FIS Weltcup in Garmisch-Partenkirchen ist nicht nur ein letzter Test für die Skirennläufer vor der WM in Val d'Isère, sondern auch die erste echte Nagelprobe für die neue Kandahar. Bis zu 70 Prozent der Abfahrtsstrecke sind geändert beziehungsweise erneuert worden. Zudem gibt es nun eine eigene Piste für Damen und Herren.

Im neuen Mittelteil keine Zeit zum Verschnaufen
Die Herren testen beim Big Event die neue Kandahar auf Herz und Nieren, denn für sie steht nach zwei Trainingsläufen die erste Weltcupabfahrt auf der neuen Piste auf dem Programm. Nach dem Start geht es für die Herren wie früher über den "Tröglhang". Danach kommen sie durch die "Olympiakurve" zum ersten von nun vier großen Sprüngen, dem "Panorama-Sprung". Der mittlere Streckenabschnitt ist der Hochgeschwindigkeitssektor, bei dem die Herrenstrecke zwischen "Schussanger" und "Bödele" unterhalb der alten Kandaher verläuft. Dieser Teil ist wesentlich anspruchsvoller und bietet den Herren keine Zeit zum Verschnaufen. Im neuen Mitteteil rasen Bode Miller und Co. durch den "Stegerwald" und vorbei an der "Alten Quelle", bevor es in den "Eishang" geht.

Bis zu 90 Prozent steil
Über den "Kamerasprung" erreichen die Herren einen weiteren komplett neuen Streckenabschnitt, der spektakulär und technisch äußerst anspruchsvoll ist. Über den Abschnitt "Auf der Mauer" geht es in den "Freien Fall", dem steilsten Teil der neuen Kandahar. Dort geht es mit circa 90 Prozent bergab. Dieser Teil ist bereits für die Zuschauer im Ziel einsehbar. Im unteren Bereich der "FIS-Schneise", die nun nur noch von den Damen gefahren wird, treffen Herren- und Damenkurs wieder zusammen. Für die Speed-Spezialisten geht es dann noch über den "Tauber Schuss" ins Ziel. Insgesamt wurde die Herrenstrecke etwas kürzer und schon die Zeiten im ersten Training haben gezeigt, dass sich die Bestzeiten um die 1:45 Minuten einpendeln werden - wahrscheinlich eher noch darunter.

Damen auf der alten Kandahar unterwegs
Die Damen sind zum großen Teil auf der alten Kandahar unterwegs und fahren so auch durch die Bereiche "Himmel" und "Hölle". Einige Anpassungen wurden auch aus sicherheitstechnischen Gründen vorgenommen. So wurde zum Beispiel der Eishang verändert, um hier den Damen eine separate Streckenführung, die sogenannten "Ramwiesen", möglich zu machen. Die Fahrtzeit bei den Damen wird bei 1:40 Minuten erwartet.