Das dritte Training auf der Streif in Kitzbühel wurde von Daniel Albrechts schwerem Sturz überschattet. Nach seinem Horrorcrash fuhr bei vielen Athleten der Schock mit. Davon scheinbar unbeeindruckt rasten Bode Miller und Didier Cuche in eine andere Liga.

Business as usual für Miller
Schon bei Startnummer fünf ereignete sich der Horrorsturz (ski2b berichtete). Nach der 25-minütigen Unterbrechung musste dann zunächst Hermann Maier auf die Piste. Der Österreicher, der selbst einige Horrorszenarien am eigenen Körper miterlebte, unterbot erst einmal die bis dahin gültige Bestzeit des Franzosen Yannick Bertrand. Am Ende reichte es für Maier zu Rang neun. Mit den Startnummern 18 und 19 kamen dann Bode Miller und Didier Cuche. Miller blieb in 1:55,95 Minuten deutlich unter der Zwei-Minuten-Grenze. Die gestrige Bestzeit von Michael Walchhofer, der heute Fünfter (+1,73 Sekunden) wurde, betrug zum Vergleich 1:59,68 Minuten - allerdings bei Nebel. Miller und Vorjahressieger Cuche trennten nur 26 Hundertstel.

Kröll mit Manschette auf Rang drei
Auf Rang drei landete Klaus Kröll. Der Österreicher, der mit einer gebrochenen Hand und Spezialmanschette fährt, lag aber schon 1,64 Sekunden hinter Miller. Vierter wurde der Italiener Werner Heel (+1,70). Die anderen Podestanwärter platzierten sich alle im vorderen Bereich. Aksel Lund Svindal (NOR) wurde Sechster, Andrej Jerman (SLO) Siebter und Christoph Gruber (AUT) Achter. Marco Sullivan (USA) hatte zunächst die fünftschnellste Zeit erreicht, wurde aber anschließend wie Wengen-Sieger Didier Defago (7., SUI) disqualifiziert.



Keppler in den Top 30
Beim dritten Training knackte Stephan Keppler auf der Streif die Zwei-Minuten-Marke. Der Ebinger benötigte bei seiner zweiten Trainingsfahrt 1:59,96 Minuten, womit er heute auf dem 29. Platz landete und damit drei Weltcuppunkte eingefahren hätte. Peter Strodl, der sich mit den Trainingsabfahrten wie sein Bruder Andreas auf den morgigen Super-G vorbereitet, verzichtete nach den Vorfällen auf einen Start. Sein Bruder Andreas geriet wie Albrecht am Zielsprung in Rücklage, konnte aber eigenständig ins Ziel fahren.