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Bevor sich die Skirennläufer ab Freitag zum 79. Mal bei den Lauberhornrennen messen, stand am heutigen Mittwoch (14.01.) das erste Abfahrtstraining auf dem Programm. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass auf der längsten Weltcup-Abfahrt der Welt in Wengen vor allem Erfahrung zählt. Die Bestzeit ging in 2:32,19 Minuten an Didier Cuche.

Jerman verhindert schweizerischen Doppelerfolg
Didier Cuche startete 1998 erstmals beim Weltcup von Wengen. Allerdings war es dem Schweizer bisher vergönnt, vor heimischem Publikum im idyllischen Kurort den Sieg davon zu tragen. In den beiden vergangenen Jahren wurde der 34-Jährige jeweils Zweiter. Hinter Cuche raste Andrej Jerman, der erst am vergangenen Wochenende seinen Vater verlor, in 2:32,41 Minuten auf den zweiten Platz. Der Slowene fing Didier Defago noch um eine Hundertstel ab und verhinderte so einen schweizerischen Doppelsieg zum Trainingsauftakt.

Kröll schnellster Österreicher
Hinter dem Spitzentrio platzierte sich Klaus Kröll als Vierter. Er war damit schnellster Österreicher und unterstrich einmal mehr seine Ambitionen für die alpine Ski-Weltmeisterschaft im Februar (3.-15. Februar). Aber auch seine Teamkollegen hatten schnelle Ski. Georg Streitberger ließ das neue, entschärfte Ziel-S als Sechster hinter sich, Bormio-Sieger Michael Walchhofer wurde Siebter und Christoph Gruber Elfter. Hermann Maier kam über Rang 32 nicht hinaus.

Podestfahrer 2008 wieder vorne dabei
Auch die anderen gestandenen Abfahrer fuhren schon im ersten Training vorne mit. Bode Miller, der 2008 auf dem Lauberhorn die Abfahrt gewann, wurde Achter. Der Dritte aus dem vergangen Jahr Manuel Osborne-Paradis (CAN) erreichte den fünften Rang. Aksel Lund Svindal ließ es etwas ruhiger angehen und platzierte sich auf Rang 14.



Keppler rast in die Top 30
Von den fünf deutschen Startern machte es Stephan Keppler am besten. Der Ebinger, der vor einer Woche im Europacup eine Abfahrt auf dem Lauberhorn gewann, benötigte 2:35,81 Minuten. Das bedeutete am Ende Rang 28. Tobias Stechert, der ebenfalls auf der etwas kürzeren Europacup-Abfahrt mit zwei Podestplätzen zu überzeugen wusste, erreichte eine Zeit von 2:38,96 Minuten. Andreas Strodl lag als 36. in 2:36,66 Minuten noch in Schlagdistanz zu den Punkterängen. Sein Bruder Peter und Hannes Wagner lagen im Vergleich zu Cuche bereits weit zurück.

Byggmark und Berthod verzichten
Insgesamt hatten sich 97 Skirennläufer für das erste Training eingeschrieben, wovon allerdings fünf, darunter der Slalomspezialist Jens Byggmark aus Schweden und der Schweizer Marc Berthod, verzichteten. Nach einem Sturz des Schweden Markus Larsson war das Training nach 83 Startern für längere Zeit unterbrochen. Am morgigen Donnerstag (15.01.) steht ein weiteres Training an, bevor am Freitag mit der Super-Kombination das erste Rennen gestartet wird.