Auf dem Weg zur alpinen Ski-Weltmeisterschaft 2009 in Val d’Isère müssen die Weltcup-Stars nationale Kriterien erfüllen, um sich für die WM zu qualifizieren. ski2b gibt den Status Quo der deutschen, österreichischen und schweizerischen Kader und sagt euch, wer im Januar noch eine Schippe drauflegen muss.

Erst drei deutsche Damen qualifiziert
Maria Riesch wird das deutsche Damen-Team in Val d’Isère anführen. Die Partenkirchenerin, die derzeit die Nummer eins im Gesamtweltcup ist, hat die Vorgaben des Deutschen Skiverbandes bereits in vier Disziplinen erfüllt. Mit ihren Siegen im Slalom ist sie dort sicher gesetzt, auch einen Startplatz in Riesenslalom, Abfahrt und Super-Kombination sollte sie sicher haben. Nur in ihrer Paradedisziplin aus dem vergangenen Winter, dem Super-G, hat sie noch kein ausreichendes Ergebnis eingefahren. Aber auch hier sollte die 24-Jährige gesetzt sein. Neben Riesch hat sich in der Abfahrt auch Gina Stechert das WM-Ticket gesichert. Ihr fehlt zwar bisher noch ein zweites Top-15-Resultat im Super-G, aber an der Oberstdorferin kommt der DSV neben Riesch im Speed-Bereich nicht vorbei. In den technischen Disziplinen hat Kathrin Hölzl bereits die Norm erfüllt und kann in Frankreich in Slalom und Riesenslalom starten.

Qual der Wahl im Slalom
Vor allem im Slalom wird der DSV eventuell die Qual der Wahl haben, denn dort haben vier weitere Athletinnen die halbe Norm erfüllt. Fanny Chmelar, Christina Geiger, Monika Bergmann und Susanne Riesch müssten für ein WM-Ticket noch einmal in die Top 15 fahren. Insgesamt sind die deutschen Damen also gut aufgestellt, auch wenn im Speed-Bereich und demzufolge auch in der Super-Kombination noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.



Neureuther noch ohne Ergebnis
Anders sieht es bei den Herren aus. Dort hat noch kein DSV-Pilot eine Hälfte der geforderten Ergebnisse eingefahren. Selbst Slalomspezialist Felix Neureuther blieb in vier Rennen in seiner Disziplin ohne Top-15-Resultat. Er hat aber inklusive Adelboden noch fünf Chancen, die geforderte Norm zu erreichen. Zweiter Kandidat im technischen Bereich ist Stefan Kogler. Die Speed-Fahrer schafften zwar schon das ein oder andere Mal den Sprung in die Punkteränge, aber ihnen blieb ein gefordertes Resultat bisher verwehrt. Kandidaten sind hier vor allem Stephan Keppler und Peter Strodl.

Wie sieht es bei den Österreichern aus?